Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Statec korrigiert Prognose nach oben
Wirtschaft 15.09.2022
Inflation von bis zu 8,7 Prozent

Statec korrigiert Prognose nach oben

Besonders die Energiepreise treiben die Inflation.
Inflation von bis zu 8,7 Prozent

Statec korrigiert Prognose nach oben

Besonders die Energiepreise treiben die Inflation.
foto: Shutterstock
Wirtschaft 15.09.2022
Inflation von bis zu 8,7 Prozent

Statec korrigiert Prognose nach oben

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Die Spitze bei der Teuerung soll im Januar erreicht werden. Bis Ende 2023 rechnet man mit drei weiteren Indextranchen.

Das statistische Amt Statec sieht sich angesichts hoher Energiekosten und steigenden Preisen gezwungen, seine Prognosen nach oben zu korrigieren. Besonders die seit Oktober steigenden Gaspreise und die für Anfang 2023 anberaumte Erhöhung der Stromtarife führen dazu, dass die Inflation in den kommenden Monaten weiter steigt. Im Januar soll laut den Statistikern eine Spitze von 8,7 Prozent erreicht werden. 


ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht von Simone Andrea Mayer vom 17. März 2022: Vom Fernseher bis zur Geschirrspülmaschine: In Corona-Zeiten zahlt es sich besonders aus, zu Hause auf einen niedrigen Stromverbrauch zu achten. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Was den Bürgern vor dem Winter zu schaffen macht
44 neue Petitionen sollen vom Petitionsausschuss in den nächsten Tagen angenommen werden - die Aktualität spiegelt sich darin wider.

Während der Jahre 2022 und 2023 soll die Inflation im Schnitt bei 6,6 Prozent liegen. Für das bevorstehende Jahr war man bislang von 5,3 Prozent ausgegangen. Die hohen Energiepreise und die prekäre Versorgungslage in vielen Bereichen haben die Preise und Lebenshaltungskosten steigen lassen, so der Statec.


Politik , Tripartite , 18H , PK zu den bilateralen Konzertationen mit UEL und Syndikaten , PK Xavier Bettel , Foto: Anouk Antony/Luxemburger Wort
„Im Worst Case fallen vier Indextranchen in zehn Monaten an“
Der Premierminister hat über seine Unterredungen mit Patronat und Gewerkschaften informiert. Die Situation bleibt schwer vorhersehbar.

Als Beispiel wird der Strompreis angeführt: Auf dem deutschen Markt habe die Megawattstunde zum 1. Januar 85 Euro gekostet, Ende August habe der Preis bei 660 Euro gelegen. Kontrakte für 2023 würden aktuell bei 560 Euro abgeschlossen. Der Statec prognostiziert für den Januar eine 45-prozentige Erhöhung für die Konsumenten.

Beim Gas geht man davon aus, dass sich die Preise im Vergleich mit Sommer 2022 um 160 Prozent verteuern.

Drei Indextranchen

Der Statec geht davon aus, dass im vierten Trimester des laufenden Jahres eine weitere Tranche fällig wird, für 2023 sollen nach den aktuellen Berechnungen  zwei Tranchen erfallen. Sie würden im ersten und dritten Trimester fällig werden. Dazu kommt die Tranche, die im Rahmen der Tripartite im März auf April 2023 verschoben wurde. Zur Erinnerung: Eine Indextranche kommt einer 2,5-prozentigen Erhöhung der Löhne gleich.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Wegen der Unbeständigkeit von Sonne, Wind und selbst Wasser geht es nicht ohne eine gesicherte Zufuhr von Elektrizität aus klassischen Energiequellen.
ARCHIV - 19.07.2022, Bremen: ILLUSTRATION - Eine Steckdosenleiste mit Kabeln, Steckern und Ladegeräten. Etwas mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland spart derzeit Energie, um sich auf eine mögliche Energieknappheit in den nächsten Monaten vorzubereiten. (Zu dpa "Umfrage: Jeder Zweite spart Energie") Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++