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Statec: Aufschwung wird kräftiger
Statec sieht das Luxemburger Wirtschaftswachstum 2018 bei 4,5 Prozent.

Statec: Aufschwung wird kräftiger

Foto: Anouk Antony
Statec sieht das Luxemburger Wirtschaftswachstum 2018 bei 4,5 Prozent.
Wirtschaft 2 Min. 05.12.2017

Statec: Aufschwung wird kräftiger

Mara BILO
Mara BILO
Der Statec rechnet mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,5 Prozent für 2017 und von 4,5 Prozent für 2018. Im Mai war das Statistikamt von einem Anstieg in diesem Jahr von fast 5 Prozent ausgegangen.

„Die Wirtschaftslage ist allgemein gut“, sagte der Direktor des Statec Serge Allegrezza. Mit seinem Forschungsteam stellte er die jüngste luxemburgische Wirtschaftslage in einer „Note de conjoncture“ vor.

Die neuesten Angaben zur luxemburgischen Wirtschaft sind im internationalen Kontext zu betrachten, bemerkte Allegrezza im Vorfeld. Dank der Zunahme des Welthandels und einer Erholung der Finanzmärkte hat auch die europäische Wirtschaftslage wieder an Dynamik gewonnen: „Der Wirtschaftsaufschwung in dem Euroraum setzt sich fort und verstärkt sich“, betonte der Statec-Direktor. Das ist auch für Luxemburg ein gutes Zeichen, da die Wirtschaftslage des Großherzogtums in vielen Fällen mit der der Eurozone einhergeht. Somit rechnet der Statec mit einem Wachstum des Luxemburger Bruttoinlandsprodukts von 3,5 Prozent für 2017 und von 4,5 Prozent für 2018. Das sind besonders gute Wachstumsprognosen, da der durchschnittliche BIP des Euroraums bei 2,2 Prozent für 2017 und 2,0 Prozent für 2018 liegt.

Arbeitslosigkeit geht zurück

Dennoch mussten die Wachstumseinschätzungen der Jahre 2015 und 2016 nach unten korrigiert werden. Grund dafür sind die aktualisierten Zahlen der Aktivitäten einer „begrenzten Anzahl von Informations- und Kommunikationsunternehmen sowie dem Finanzsektor“, heißt es in der neuesten „Note de conjoncture“. „Obwohl das Wachstum für die Jahre 2015 und 2016 nach unten korrigiert wurde, fallen die Tendenzen der wichtigsten Indikatoren der luxemburgischen Wirtschaft durchaus positiv aus.“

Laut Angaben des Statec bleibt der Arbeitsmarkt dynamisch. Die Anzahl der geschafften Arbeitsplätze wächst stabil jährlich um drei Prozent. Grenzgänger, insbesondere aus Frankreich, tragen am meisten zu diesem Wachstum bei. Die neuen Arbeitsstellen werden überwiegend im Sektor der Unternehmensdienstleistungen angeboten. Darüber hinaus geht auch die Arbeitslosigkeit leicht zurück. Im Jahr 2018 rechnet das Statistikamt mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von derzeit 6 Prozent auf 5,7 Prozent.

Inflationsrate sinkt nächstes Jahr

Zu Beginn des Jahres 2017 stiegen die Ölpreise stark an (im Vergleich mit ihrem sehr niedrigen Niveau Anfang 2016). Das hat dazu geführt, dass die Inflationsrate für 2017 bei 1,7 Prozent liegt – eine Steigerung gegenüber 2016. Dennoch schätzt der Statec, dass die Inflationsrate im Jahr 2018 von derzeit 1,7 auf 1,4 Prozent sinken wird.

Höhere Steuereinnahmen

Außerdem ist in diesem Jahr trotz der Einbußen bei der Mehrwertsteuer im E-Commerce und der Steuerreform eine Steigerung in den Steuereinnahmen und den Sozialversicherungsbeiträgen zu beobachten. „Die erhöhten Steuereinnahmen lassen sich durch die Tilgung von Zahlungsrückständen der Unternehmen erklären. Auch die Umsetzung der neuen Indextranche Anfang des Jahres hat sich erheblich auf die Sozialbeiträge ausgewirkt“, schreibt die „Note de conjoncture“ des Statec. Damit sind die Steuereinnahmen, die in die Staatskassen gespült wurden, in den ersten zehn Monaten des Jahres 2017 um 6,9 Prozent gestiegen.


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