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Stahltripartite: nächste Runde am 11. November
Wirtschaft 06.10.2020 Aus unserem online-Archiv

Stahltripartite: nächste Runde am 11. November

Blick in das Escher Stahlwerk von ArcelorMittal.

Stahltripartite: nächste Runde am 11. November

Blick in das Escher Stahlwerk von ArcelorMittal.
Foto: Chris Karaba
Wirtschaft 06.10.2020 Aus unserem online-Archiv

Stahltripartite: nächste Runde am 11. November

Pierre LEYERS
Pierre LEYERS
Auftakt der Stahltripartite: Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften an einem Tisch. Es geht um den Abbau von rund 57o Arbeitsplätze bei ArcelorMittal.

Der Stahlkonzern ArcelorMittal will in Luxemburg etwa 570 Arbeitsplätze abbauen. Rund 14 Prozent der insgesamt 3.900 Beschäftigten der Gruppe sind von der Maßnahme betroffen. Als Grund für den Personalabbau nennt der Stahlhersteller die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise genannt.

Ein Viertel der Mitarbeiter, die dem Kahlschlag zum Opfer fallen sollen, sind in der Verwaltung, die restlichen zwei Drittel in der Produktion, beschäftigt.

Der angekündigte Kahlschlag ist Grund für die Gewerkschaften, eine neue Stahltripartite zu fordern. Am Dienstag fand das erste offizielle Treffen zwischen der Direktion von ArcelorMittal, den Gewerkschaften sowie den Ministern Kersch (Arbeit) und Fayot (Wirtschaft) statt. Ein nächstes Treffen wurde dabei für den 11. November vereinbart.

„Wir kennen nun die Ziele und die Absichten der Direktion“, sagte Stefano Araujo, als Zentralsekretär beim OGBL zuständig für den Stahlsektor, im Anschluss an die Sitzung. Das Dreiergespräch sei konstruktiv verlaufen. Es gebe aber noch erheblichen Klärungsbedarf. Bitter stößt dem Gewerkschafter der Umstand auf, dass ArcelorMittal zahlreiche Arbeitsplätze abbaut, gleichzeitig aber dieselben Aktivitäten an Fremdfirmen auslagern will.


Blick in das Walzwerk von ArcelorMittal in Rodange.
Auftakt zur Stahltripartite
Bei ArcelorMittal sollen 570 von insgesamt 3.900 Arbeitsplätzen wegfallen. Ein Härtetest für die Sozialpartnerschaft: Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften treffen sich an diesem Dienstag an einem Tisch.

Die Gewerkschaften fordern von dem Stahlkocher, alle sozialen Instrumente wie Vorruhestandsmodelle, strukturelle und zyklische Teilzeitarbeit oder Umschulungen einzusetzen, um Entlassungen zu verhindern.

ArcelorMittal verfügt in Luxemburg über fünf Produktionsstätten an den Standorten Belval, Differdingen, Rodange, Bissen und Dommeldingen. In Kirchberg entsteht eine neue Konzernzentrale. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 3.900 Mitarbeiter im Großherzogtum; 2009 waren es noch 6.500. 

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