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ArcelorMittal wieder in der Gewinnzone
Wirtschaft 10.02.2017 Aus unserem online-Archiv
Stahlproduktion

ArcelorMittal wieder in der Gewinnzone

Die Stahlkocher von ArcelorMittal haben 2016 wieder Geld verdient.
Stahlproduktion

ArcelorMittal wieder in der Gewinnzone

Die Stahlkocher von ArcelorMittal haben 2016 wieder Geld verdient.
Foto: ArcelorMittal
Wirtschaft 10.02.2017 Aus unserem online-Archiv
Stahlproduktion

ArcelorMittal wieder in der Gewinnzone

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Der luxemburgische Stahlkonzern ArcelorMittal hat 2016 wieder Geld verdient. Der Konzern profitierte von der Erholung der Stahlpreise.

(dpa) - Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal profitiert von der Erholung der Stahlpreise. Nach einem Verlust von 7,9 Milliarden US-Dollar (7,4 Mrd Euro) im Jahr 2015 hat das Unternehmen im vergangenen Jahr wieder 1,8 Milliarden Dollar verdient. „2016 war ein Jahr des Fortschritts für ArcelorMittal, geprägt von einem sich bessernden Marktumfeld“, sagte Konzernchef Lakshmi Mittal am Freitag in Luxemburg.

Mittal zeigte sich auch fürs laufende Jahr hoffnungsvoll: „Wir sind mit Rückenwind ins Jahr 2017 gestartet.“ Die gestiegene Zuversicht spiegele sich auch in der Entscheidung wider, die Investitionen hochzufahren. Die Erholung geschehe aber von einer niedrigen Basis aus, warnte Mittal. Es gebe weiterhin Überkapazitäten und Marktverzerrungen. Er verwies dabei auf Chinas Stahlindustrie, die den Herstellern in den Industrieländern seit langem ein Dorn im Auge ist.

Sorgen, dass eine protektionistische Politik der neuen US-Regierung unter Präsident Donald Trump den Stahlhersteller ausbremsen könnte, zeigte Mittal nicht: ArcelorMittal bediene das US-Geschäft aus den USA heraus. Der Konzern hat mehr als zwei Dutzend Standorte im Land, darunter Stahlwerke und Minen.

Gigantische Abschreibungen wegen des Preisverfalls bei Stahl und Rohstoffen hatten das Unternehmen im Jahr 2015 schwer belastet. ArcelorMittal kämpft dagegen mit Einsparungen an. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) kletterte von 5,2 Milliarden auf annähernd 6,3 Milliarden Dollar. Dagegen schrumpfte der Umsatz wegen eines niedrigeren Absatzes von Stahl und insbesondere Eisenerz um knapp 11 Prozent auf 56,8 Milliarden Dollar, wobei sich der Rückgang im letzten Jahresviertel deutlich verlangsamte.

Die Lage in der Stahlindustrie hat sich entspannt, seitdem die wichtige chinesische Wirtschaft wieder runder läuft. Zudem gibt es in den USA und Europa Bestrebungen, die Märkte vor chinesischen Stahlimporten zu schützen - so wurden erste Einfuhrzölle erhoben. Die Hersteller in den Industrieländern werfen den Chinesen seit geraumer Zeit vor, Preisdumping zu betreiben.

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