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Bei ArcelorMittal läuft das Geschäft wieder rund
Wirtschaft 29.07.2021
Stahlindustrie

Bei ArcelorMittal läuft das Geschäft wieder rund

Das Geschäft zieht wieder an: Blick auf die Stahlproduktion in Differdingen.
Stahlindustrie

Bei ArcelorMittal läuft das Geschäft wieder rund

Das Geschäft zieht wieder an: Blick auf die Stahlproduktion in Differdingen.
Foto: Chris Karaba
Wirtschaft 29.07.2021
Stahlindustrie

Bei ArcelorMittal läuft das Geschäft wieder rund

Die steigende Nachfrage nach Stahl lässt nicht nur den Umsatz steigen: Nach einem Verlust im ersten Halbjahr 2020 steht unter der Bilanz für das erste Semester 2021 ein dicker Gewinn.

(MeM) - ArcelorMittal macht weiter Boden gut: Nach dem höchsten Gewinn seit zehn Jahren, den der Stahlhersteller im ersten Quartal erwirtschaftete, gab der Konzern am Donnerstag für das zweite Quartal einen Nettogewinn von 4,01 Milliarden US-Dollar bekannt (rund 3,4 Milliarden Euro), verglichen mit einem Verlust von 559 Millionen Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres und einem Gewinn von 2,29 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2021.

Anziehende Nachfrage

Das gute Ergebnis spiegelt ein besseres wirtschaftliches Umfeld und eine steigende Stahlnachfrage wider: So wurde im ersten Halbjahr des laufenden Jahres der Umsatz auf 35,6 Milliarden Dollar gesteigert. Im ersten Halbjahr 2020 machte ArcelorMittal noch einen Umsatz von 25,8 Milliarden Dollar.


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Für das erste Semester des laufenden Jahres verbuchte der Stahlhersteller demnach einen operativen Gewinn von sieben Milliarden Dollar gegenüber einem Verlust von 606 Millionen Dollar im ersten Halbjahr 2020. Das Nettoergebnis betrug 6,3 Milliarden Dollar vergleichen mit einem Verlust von 1,7 Milliarden Dollar in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Die Schulden baut der Konzern weiter ab: Sie betrugen Ende Juni 9,2 Milliarden Dollar; Ende 2020 trug der Konzern noch Verbindlichekeiten über 12,3 Milliarden Dollar.

Neues CO2-Reduktionsziel

Der Stahlkonzern mit Aditya Mittal an der Spitze gibt zugleich mit der steigenden Stahlnachfrage das neue Ziel heraus, nicht nur insgesamt den CO2-Ausstoß der Gruppe um 25 Prozent bis 2030 zu reduzieren, sondern ihn in Europa bis dahin statt um 30 Prozent um 35 Prozent zu drosseln.

Dazu beitragen soll eine kürzlich bekanntgemachte Investition in Spanien, wo das Werk Sestao für eine Milliarden Dollar eine grüne Wasserstoffanlage zur Energiegewinnung erhalten soll und so das weltweit erste vollständig CO2-freie Stahlwerk wird.

Der neue Dekarbonisierungsplan erfordert vom Konzern geschätzte Bruttoinvestitionen (abgesehen von staatlichen Co-Finanzierungen) von zehn Milliarden US-Dollar.

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