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Stahlindustrie: ArcelorMittal steht weiter unter Druck
Wirtschaft 31.07.2015

Stahlindustrie: ArcelorMittal steht weiter unter Druck

Der weltgrößte Stahlhersteller hat im ersten Halbjahr dieses Jahres deutliche Verluste hinnehmen müssen, auch wenn sich die Situation im zweiten Quartal etwas besserte.

(aa) - Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal hat im zweiten Quartal 2015 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Überschuss stieg von 52 Millionen US-Dollar vor einem Jahr (2Q 2014) auf 179 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Freitag in Luxemburg mitteilte. Im ersten Quartal 2015 hatte der Konzern einen deutlichen Verlust von 728 Millionen Dollar ausgewiesen. 

Während die Stahllieferungen anzogen, ging das Ebitda im ersten Halbjahr 2015 deutlich zurück.
Während die Stahllieferungen anzogen, ging das Ebitda im ersten Halbjahr 2015 deutlich zurück.
Foto: AFP

Der Umsatz ging im zweiten Quartal dieses Jahres gegen über den zweiten Quartal 2014 um gut 18 Prozent auf 16,9 Milliarden Dollar zurück, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) sackte um gut ein Fünftel auf 1,4 Milliarden Dollar ab, während die Stahllieferungen von 21,5 Millionen Tonnen auf 22,2 Millionen Tonnen zulegten. Das allgemeine Ebitda pro Tonne fiel von 82 auf 63 Dollar und  das stahlbezogene Ebitda pro Tonne von 64 auf 58 Dollar zurück.

Das Ebitda wurde laut ArcelorMittal zum einen durch höhere Stahl- und Erzvolumen sowie zum anderen durch niedrigere Preise beinflusst. Gegenüber dem ersten Quartal 2015 spielten auch Wechselkursverluste eine nicht unerhebliche Rolle.

Wenige erfreuliche Halbjahresresultate

Betrachtet man dann das erste Halbjahr insgesamt, sieht die Situation wenig erfreulich aus. Die Umsätze sanken im ersten Halbjahr 2015 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 16 Prozent von 40,49 Milliarden Dollar auf 34 Milliarden Dollar. Das Ebitda ging von 3,5 Milliarden auf 2,8 Milliarden zurück. Der Nettoverlust stieg von 153 auf 549 Millionen Dollar. Der Verlust pro Aktie stieg von 0,09 auf 0,31 Dollar. Dies alles während die Stahllieferungen von 42,4 Millionen Tonnen auf 43,8 Millionen zulegten und das Ebitda pro Tonne deutlich zurückging.

An seiner Prognose hält der Konzern fest. Demnach soll das Ebitda in diesem Jahr bei sechs bis sieben Milliarden Dollar landen (2014: 7,3 Milliarden).


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