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Staatsanwaltschaft ficht Sanierungsplan für Liberty Steel an
Wirtschaft 03.03.2022 Aus unserem online-Archiv
Stahlwerk

Staatsanwaltschaft ficht Sanierungsplan für Liberty Steel an

Wegen der ungewissen Situation um den Standort in Belgien lief auch die Produktion im Schwesterwerk Düdelingen seit Monaten nur auf Sparflamme.
Stahlwerk

Staatsanwaltschaft ficht Sanierungsplan für Liberty Steel an

Wegen der ungewissen Situation um den Standort in Belgien lief auch die Produktion im Schwesterwerk Düdelingen seit Monaten nur auf Sparflamme.
Foto: Liberty Steel
Wirtschaft 03.03.2022 Aus unserem online-Archiv
Stahlwerk

Staatsanwaltschaft ficht Sanierungsplan für Liberty Steel an

Thomas KLEIN
Thomas KLEIN
Die Hoffnungen zur Zukunft des Stahlwerks in Düdelingen erhalten erneut einen Dämpfer.

In Belgien hat die Staatsanwaltschaft beantragt, den bereits gebilligten Sanierungsplan von Liberty Steel für die Fabriken Tilleur und Flémalle aufzuheben.  Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die das Wirtschaftsministerium am Donnerstag verschickt hat. 

Es sei nun Sache des Gesellschaftsgerichts Lüttich, über diesen Antrag auf Widerruf des gerichtlichen Reorganisationsplans und damit letztlich über die Auflösung der belgischen Einheiten der Liberty Steel-Gruppe, die damit einhergehen könnte, zu entscheiden. 

„Nach den zahlreichen rechtlichen, finanziellen und wirtschaftlichen Rückschlägen in Bezug auf die Liberty Steel-Einheiten in den letzten zwölf Monaten stellen die Gewerkschaften und das Wirtschaftsministerium fest, dass das von der königlichen Staatsanwaltschaft eingeleitete Verfahren letztendlich rechtliche Klarheit über die Zukunft der belgischen Standorte bringen wird“, so das Schreiben.


Wirtschaft, Piquet, Liberty Steel, Présidents, Robert Fornieri LCGB, Stefano Araujo OGBL  Foto: Luxemburger Wort/Anouk Antony
Gericht in Belgien billigt Sanierungsplan
Hoffnung für das Stahlwerk in Düdelingen: Der Konzern darf seine Einheit in Liège umstrukturieren. 90 Arbeitsplätze werden dort abgebaut.

Auf luxemburgischer Seite arbeiten Gewerkschaften und das Wirtschaftsministerium laut Mitteilung  weiterhin  zusammen, um die Stahlaktivitäten aufrechtzuerhalten und Arbeitsplätze am Standort Düdelingen zu erhalten. Alle Optionen würden dazu in Betracht gezogen werden, einschließlich der Übernahme durch ein anderes Industrieunternehmen, lässt das Ministerium wissen.

Das Handelsgericht in Liège hatte im November die von Liberty Steel vorgeschlagene Reorganisation der belgischen Geschäftseinheit akzeptiert. „Für Düdelingen bedeutet die Entscheidung, dass der Standort weiterhin von Lüttich aus beliefert werden kann, was beruhigend ist“, sagte LCGB-Gewerkschaftssekretär Robert Fornieri zu dem Zeitpunkt. 

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