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Staat könnte Mehrheitseigner der Enovos-Holding werden
Wirtschaft 14.04.2014

Staat könnte Mehrheitseigner der Enovos-Holding werden

RWE Energy Beteiligungsverwaltung GmbH und E.ON Ruhrgas International GmbH wollen ihre Beteiligungen an der Enovos International s.a. verkaufen.

Staat könnte Mehrheitseigner der Enovos-Holding werden

RWE Energy Beteiligungsverwaltung GmbH und E.ON Ruhrgas International GmbH wollen ihre Beteiligungen an der Enovos International s.a. verkaufen.
Foto: Enovos
Wirtschaft 14.04.2014

Staat könnte Mehrheitseigner der Enovos-Holding werden

Die beiden deutschen Aktionäre RWE und E.ON möchten ihre Anteile an der Holding Enovos International s.a. verkaufen. Der Wirtschaftsminister hat bereits Interesse bekundet.

(aa) - Die beiden deutschen Aktionäre RWE und E.ON möchten ihre Anteile an der Holding Enovos International s.a. verkaufen. Das hat Enovos bereits am Freitag auf Anfrage des Luxemburger Wort bestätigt. Enovos International ist die in Luxemburg ansässige Dachgesellschaft der Enovos-Gruppe. Neben der Energieversorgung gehören zu ihr auch der Netzdienstleister Creos Luxemburg und seine Filiale Creos Deutschland GmbH.

Das Aktionariat der Enovos International s.a. umfasst derzeit den luxemburgischen Staat mit 25,44 Prozent, die Ardian (Axa Redilion ManagementCo S.C.A.) mit 23,48 Prozent, die RWE Energy Beteiligungsverwaltung GmbH mit 18,36 Prozent, die Société nationale de crédit et d’investissement mit 10,01 Prozent, die E.ON Ruhrgas International GmbH mit zehn Prozent, die Stadtverwaltung Luxemburg mit acht Prozent und die GDF Suez – Electrabel s.a. mit 4,71 Prozent. Zusammen kommen RWE und E.ON demnach auf einen Anteil von 28,36 Prozent.

Wirtschaftsminister bekundet Interesse

Der LSAP-Abgeordnete Fränk Arndt hat sich kürzlich in einer parlamentarischen Anfrage an Wirtschaftsminister Etienne Schneider erkundigt, ob es für die übrigen Enovos-Aktionäre Vorkaufsrechte gebe, sollten RWE und E.ON ihre Anteile veräußern, und ob der Staat erwäge, eine Mehrheit an dem Unternehmen zu erwerben.

Das Vorkaufsrecht gibt es in der Tat, wie der Präsident des Verwaltungsrates der Enovos International, Marco Hoffmann, dem Luxemburger Wort bestätigte. Allerdings mochte sich Hoffmann, der auch Regierungsrat Erster Klasse im Wirtschaftsministerium ist, noch nicht zu eventuellen Kaufabsichten äußern. Derweil bekundete Wirtschaftsminister Etienne Schneider am Montag gegenüber Radio 100,7 das Interesse des Staates an den Anteilen.