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Space Industrie ist in der Pandemie um 40 Prozent gewachsen
Wirtschaft 14.09.2021
Space Forum 2021

Space Industrie ist in der Pandemie um 40 Prozent gewachsen

Ob Logistik, Wettervorhersage oder Navigationssysteme: Dienste der Weltraumindustrie sind längst in unserem Alltag angekommen.
Space Forum 2021

Space Industrie ist in der Pandemie um 40 Prozent gewachsen

Ob Logistik, Wettervorhersage oder Navigationssysteme: Dienste der Weltraumindustrie sind längst in unserem Alltag angekommen.
Foto: dpa
Wirtschaft 14.09.2021
Space Forum 2021

Space Industrie ist in der Pandemie um 40 Prozent gewachsen

Marlene BREY
Marlene BREY
Die Luxemburger Weltraumindustrie ist weiter entwickelt als viele denken. Zu den Ahnungslosen gehören leider auch die potenziellen Kunden.

Im Space Forum haben sich am Dienstag Entscheidungsträger aus der Wirtschaft, Start-ups, Forscher und Risikokapitalgeber aus ganz Europa im European Convention Center in Kirchberg getroffen. 

Wirtschaftsminister Franz Fayot (LSAP) betonte, wie sehr die Industrie auch in der Pandemie gewachsen sei: Während 2020 noch 50 Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Space Direktion Luxemburgs registriert waren, sind es 2021 bereits 70. 


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Fayot unterstrich daher, wie wichtig es weiterhin sei, das richtige Umfeld für das Ökosystem zu schaffen, damit sich weitere Firmen in Luxemburg niederlassen. Einen Schlüssel dazu sieht er in einem Talentpool und somit in dem Space Master, der vor drei Jahren an der Universität Luxemburg eingerichtet wurde. Für den vierten Jahrgang wurden 28 Kandidaten aus 156 Bewerbungen ausgewählt.

Kunden gesucht

Im Space Forum wurde am Dienstag auch die Gründung des Young European Enterprises Syndicate for Space (YEESS) verkündet, eines Konsortiums zur Förderung und zur Beschleunigung der Dynamik in der Raumfahrt in Europa. 

Die Gruppe aus bisher sechs Unternehmen sucht nach weiteren Gleichgesinnten. „Weil wir bisher nicht finden, was wir brauchen“, erklärte Gründungsmitglied von YEESS sowie Gründer und CEO von Aerospacelab Benoit Deper.


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Wer nun glaubt, Deper meine damit Investoren, der liegt falsch. Geldgeber hätten viele Start-ups, so Deper. Was fehle, seien die zahlenden Kunden. Inzwischen ist die Space Industry weit entwickelt, Produkte stehen, funktionieren - einzig die Abnehmer fehlen, weil der Markt noch nicht so weit ist oder sich an die immer gleichen Anbieter wende, so der Unternehmer.

Ähnlich sieht es auch Marc Serres, CEO der Luxembourg Space Agency. Die neue Industrie mit Kunden zusammenzubringen, das sei ein weiteres Ziel des Space Forums. Die Kunden hätten einen Bedarf, aber sie würden nicht unbedingt daran denken, in dieser Szene nach Lösungen zu suchen. 

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