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Sozialplan unterschrieben: Garanti Bank verlässt Luxemburg
Wirtschaft 28.03.2017

Sozialplan unterschrieben: Garanti Bank verlässt Luxemburg

Garanti Bank schließt seine Luxemburger Niederlassung am 30. Juni.

Sozialplan unterschrieben: Garanti Bank verlässt Luxemburg

Garanti Bank schließt seine Luxemburger Niederlassung am 30. Juni.
Foto: Pierre Matgé
Wirtschaft 28.03.2017

Sozialplan unterschrieben: Garanti Bank verlässt Luxemburg

Laurent SCHMIT
Laurent SCHMIT
Nun ist es endgültig: Eine weitere Bank verlässt den Finanzplatz. Elf Bankangestellte werden entlassen, weitere werden in ausländische Niederlassungen versetzt. Die Gewerkschaften kritisieren das umsichgreifende Profitstreben.

(las) - Die Direktion der Garanti Bank SA Luxembourg und die drei Gewerkschaften Aleba, LCGB und OGBL haben am Montag einen Sozialplan für elf Mitarbeiter der türkischen Bank unterschrieben. Diese werden entlassen, zwei weitere Beschäftigte werden zu den Niederlassungen in den Niederlanden und Malta wechseln. Insgesamt sind 14 Mitarbeiter betroffen.

Die Luxemburger Niederlassung schließt zum 30. Juni 2017, weil die hiesigen Aktivitäten in die Niederlassung in Malta ausgelagert werden. Zwei solcher Institute mit identischen Beschäftigungsfeldern innerhalb der Eurozone seien nicht mehr gerechtfertigt. Man wolle Kosten sparen, hieß von Garanti Bank Anfang März. Garanti gehört zur spanischen Gruppe der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA).

Die Gewerkschaften haben mit der Bank Entschädigungen, die Möglichkeit einer verlängerten Kündigungsfrist sowie ein Budget zur Weiterbildung für jene Mitarbeiter ausgehandelt, die entlassen werden. Aleba, OGBL und LCGB beklagen jedoch, dass "die Beschäftigten einmal mehr unter dem ungezügelten Profitstreben leiden, das die  Kreditinstitute sich am Finanzplatz liefern - unter der Anleitung der jeweiligen Mutterkonzerne".

Laut dem Jahresbericht 2016 beschäftige Garanti zum 31. Dezember noch 17 Mitaberbeiter und verzeichnete 17 Milliarden Dollar an Aktiva. Vergangenes Jahr war die Bank ebenfalls in einen Rechtsstreit zwischen dem türkischen Staat und einem Geschäftsmann im Exil verwickelt.


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