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Sozialplan bei Saint-Paul droht zu scheitern
Wirtschaft 27.10.2020

Sozialplan bei Saint-Paul droht zu scheitern

Der Eingang zum Sitz von Saint-Paul Luxembourg S.A. in Gasperich.

Sozialplan bei Saint-Paul droht zu scheitern

Der Eingang zum Sitz von Saint-Paul Luxembourg S.A. in Gasperich.
Foto: Marc Wilwert
Wirtschaft 27.10.2020

Sozialplan bei Saint-Paul droht zu scheitern

Pierre LEYERS
Pierre LEYERS
Bei dem Herausgeber des „Luxemburger Wort“ stehen die Zeichen auf Sturm. Auch vor dem Schlichtungsamt konnten sich die Sozialpartner bislang nicht über einen Sozialplan einigen.

Bei den Verhandlungen über einen Sozialplan bei Saint-Paul Luxembourg S.A. sind die Fronten verhärtet.

 Mitte September hatte das Medienunternehmen, zu dem u. a. auch das „Luxemburger Wort“ gehört, angekündigt, 80 der insgesamt 336 Stellen streichen zu wollen. Mittlerweile wurde die Zahl der Beschäftigten, die von der Massenentlassung betroffen sind, auf 74 reduziert. 

Mehrere Treffen zwischen den Sozialpartnern, davon drei vor dem Schlichtungsamt, haben zu keiner Einigung geführt. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, zu dem möglichen Scheitern beizutragen. In einer Mitteilung führt die Gewerkschaft LCGB vor allem den Artikel 38 des Kollektivvertrags von Saint-Paul Luxembourg an, in dem eine Beschäftigungsgarantie festgeschrieben ist. Das würde ihrer Meinungen nach Entlassungen eigentlich ausschließen. 

Auf Anfrage betont Generaldirektor Paul Peckels jedoch, dass im besagten Artikel auch stehe, im Fall eines „unvorhergesehenen Ereignisses“ könne diese Garantie nicht gelten. Die Corona-Krise und der von ihr verursachte Einbruch im Anzeigengeschäft seien ein solcher Fall höherer Gewalt. 

Treffen der letzten Chance

Die Verhandlungen seien weder abgeschlossen noch gescheitert, sagt Peckels. Noch gebe es für die Sozialpartner bei einem weiteren Treffen vor dem Schlichtungsamt am Mittwochabend eine letzte Chance. 


Lokales, LCGB Protestpiquet Luxemburger Wort  Foto: Anouk Antony/Luxemburger Wort
Protestaktion bei Saint-Paul
Ein Sozialplan, bei dem 74 der über 330 Arbeitsplätze wegfallen könnten, sorgt derzeit im Medienunternehmen Saint-Paul Luxembourg S.A. für Unruhe.

Am Donnerstagmorgen wolle er per Videokonferenz die ganze Belegschaft über die aktuelle Lage unterrichten. 

Saint-Paul Luxembourg S.A. ist seit April ein Teil des belgischen Konzerns Mediahuis, der unter anderem „De Standaard“ herausgibt.

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