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Beschäftigung in Luxemburg trotz Pandemie gestiegen
Wirtschaft 02.08.2021
Situation auf dem Arbeitsmarkt

Beschäftigung in Luxemburg trotz Pandemie gestiegen

Viele Arbeitnehmer konnten im vergangenen Jahr von zuhause aus weiterarbeiten.
Situation auf dem Arbeitsmarkt

Beschäftigung in Luxemburg trotz Pandemie gestiegen

Viele Arbeitnehmer konnten im vergangenen Jahr von zuhause aus weiterarbeiten.
Foto: dpa
Wirtschaft 02.08.2021
Situation auf dem Arbeitsmarkt

Beschäftigung in Luxemburg trotz Pandemie gestiegen

Luxemburg verzeichnete im vergangenen Jahr einen Beschäftigungszuwachs von zwei Prozent - so gut kam europaweit fast kein anderes Land durch die Krise.

(SC) - Während viele andere europäische Länder stark unter den Auswirkungen der Corona-Krise gelitten haben, blieb Luxemburgs Arbeitsmarkt weitestgehend stabil. Das geht aus den neuesten Daten der Statistikbehörde Statec hervor, die am Montagmorgen veröffentlicht wurden.

Tatsächlich stiegt die Beschäftigung in Luxemburg im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr sogar um zwei Prozent an. Das war europaweit sonst fast nirgends der Fall, denn insgesamt ging das Beschäftigungsniveau innerhalb der EU im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent zurück. Neben Luxemburg gab es 2020 nur in Polen und Malta einen Beschäftigungszuwachs.


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Mehrere Faktoren hätten zu dieser positiven Bilanz beigetragen, so der Statec. Der Arbeitsmarkt habe sich widerstandsfähig gezeigt, was auch dadurch bedingt war, dass viele Arbeitnehmer von Zuhause aus arbeiten konnten.

Während die Kurzarbeit ein gutes Mittel war, Arbeitnehmer in der Krisenzeit vor einem Jobverlust zu schützen, sei die Maßnahme laut Statec jedoch nicht ausschlaggebend für die positive Entwicklung auf dem Luxemburgischen Arbeitsmarkt.

Verschiedene Arbeitsbereiche waren im vergangenen Jahr zudem unterschiedlich stark von der Krise betroffen. Während der Informations- und Kommunikationsbereich um 17 Prozent zulegte, wurden - auch europaweit - vor allem der Einzelhandel, der Transport- und der Gastronomiesektor von der Krise stark getroffen. Die Finanzbranche - die in Luxemburg einen großen Teil der Arbeitnehmerschaft ausmacht - blieb weitestgehend krisenfest.


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Die Maßnahmen, die gegen die Verbreitung des Corona-Virus eingesetzt wurden, hatten einen starken negativen Einfluss auf die Wirtschaft. In Luxemburg fielen diese Einschränkungen dem sogenannten „stringency index“ der Universität Oxford zufolge, der die Strenge der Restriktionen in unterschiedlichen Ländern miteinander vergleichbar macht, jedoch weitaus weniger streng aus, als in vielen anderen Staaten. Davon profitierte die heimische Wirtschaft. Ein vergleichbar niedriger „stringency index“ wurde in Finnland und einigen baltischen Ländern gemessen.

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