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Showdown im LuxLeaks Prozess: Nun hat PwC das Wort
Wirtschaft 04.05.2016 Aus unserem online-Archiv

Showdown im LuxLeaks Prozess: Nun hat PwC das Wort

Vor dem Gerichtsgebäude formieren sich Sympathie-Kundgebungen für den Whistleblower Antoine Deltour.

Showdown im LuxLeaks Prozess: Nun hat PwC das Wort

Vor dem Gerichtsgebäude formieren sich Sympathie-Kundgebungen für den Whistleblower Antoine Deltour.
Foto: Guy Jallay
Wirtschaft 04.05.2016 Aus unserem online-Archiv

Showdown im LuxLeaks Prozess: Nun hat PwC das Wort

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Im LuxLeaks-Prozess kommt es heute zum Showdown. Ab 15 Uhr bekommt PricewaterhouseCoopers das Wort. Das Unternehmen tritt in dem Verfahren als Geschädigter auf.

(vb) – Im LuxLeaks-Prozess kommt es heute zum Showdown. Ab 15 Uhr bekommt PricewaterhouseCoopers das Wort. Das Unternehmen tritt in dem Verfahren als Geschädigter auf.

Auf "mindestens zehn Millionen Euro" beziffert die Wirtschaftsprüfungsagentur mit dem brandneuen Firmensitz im Ban de Gasperich den Schaden, der ihr aus der LuxLeaks-Affäre erwachsen ist. Der zweite Whistleblower Raphaël Halet, der die Zeit der Enthüllungen hautnah bei PwC mitbekam, zog diesen Schaden am Freitag in Zweifel. Ganz im Gegenteil hätte die Beratungsfirma noch Kunden dazugewonnen: „Manche Unternehmenskunden wussten nicht, dass PwC solche Konstruktionen zur Steuervermeidung anbietet, und bekundeten ihr Interesse. In diesem Jahr stieg der Umsatz um 7 Prozent“, sagte Halet bei seiner Vernehmung.

An diesem Mittwoch bekommen die Anwälte von PwC die Gelegenheit, die Affäre aus ihrer Sicht zu beleuchten. PwC hat nach den Enthüllungen Anzeige gegen den Whistleblower und ehemaligen PwC-Mitarbeiter Antoine Deltour, gegen Raphaël Halet, der die zweite Welle lostrat, und gegen den Journalisten Edouard Perrin („Cash Investigation“) erstattet.

Auch die Anwälte der Verteidigung tragen heute ihre Plädoyers vor. Am Dienstag verliest die Staatsanwaltschaft dann die Anklageschrift.


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