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SES erhöht die Prognose
Wirtschaft 04.08.2021
Halbjahresbilanz

SES erhöht die Prognose

Blick in den Kontrollraum von SES in Betzdorf.
Halbjahresbilanz

SES erhöht die Prognose

Blick in den Kontrollraum von SES in Betzdorf.
Foto: Lex Kleren
Wirtschaft 04.08.2021
Halbjahresbilanz

SES erhöht die Prognose

Im ersten Semester steigerte der Satellitenbetreiber das Nettoergebnis. Im Fernsehgeschäft punkten die Betzdorfer mit HD-Plus-Übertragungen.

(MeM) - Der Luxemburger Satellitenbetreiber SES hebt seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr an. „Wir sehen, dass immer mehr Kanäle in High-Definition übertragen, was für die Stärke unseres Satellitengeschäfts spricht“, so CEO Steve Collar in der am Mittwoch vorgelegten Halbjahresbilanz. Er erwartet, dass sich der Rückgang der Einnahmen aus dem Kerngeschäft Video abflacht. 

Der Umsatz in diesem Bereich sank in den ersten sechs Monaten 2021 um drei Prozent. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres betrug der Rückgang acht Prozent. Das hat auch damit zu tun, dass wieder vermehrt Sportevents übertragen werden. „Außerdem werden wir im zweiten Halbjahr 2021 unser HD–Plus-Portfolio weiter ausbauen“, so Collar, „mit der Ausweitung des Angebots auf mobile Geräte und Haushalte, die über einen IP-fähigen Internetzugang ohne Satelliten verfügen.“ 


2021: Ein entscheidendes Jahr für SES
Neue Raketenstarts, neue Satelliten, neue Geschäftsmöglichkeiten: der Satellitenbetreiber aus Betzdorf will im Markt der Datenübertragung aufholen. Das wird entscheidend für die Zukunft des Unternehmens.

Insgesamt sank der Umsatz im ersten Halbjahr um 7,7 Prozent von 948 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2020 auf 875 Millionen Euro; den Nettogewinn konnte der Satellitenbetreiber aber um mehr als 30 Prozent auf 152 Millionen Euro von zuvor 113 Millionen Euro steigern

Der Bereich Video, der für 60 Prozent des Gesamtumsatzes des Unternehmens steht und das klassische Fernsehübertragungsgeschäft beinhaltet, schrumpfte weiter um 3,9 Prozent; aber auch das Hoffnungssegment Networks schwächelte zuletzt mit einem Umsatzrückgang von 2,3 Prozent. Nur das Geschäft für Regierungen verzeichnete im letzten Halbjahr mit 11,3 Prozent ein Plus. 

SES rechnet nun mit einem Kerngewinn von 1,08 bis 1,10 Milliarden Euro in diesem Jahr, ohne Berücksichtigung der Kosten für die Umstrukturierung und die Freigabe des C-Band-Spektrums in den USA. Hier erwartet SES bei der Freigabe des C-Bands bis Ende 2023 Einnahmen von einer bis drei Milliarde US-Dollar. Über 90 Prozent der Umsatzprognose ist bereits unter Vertrag, so das Satellitenunternehmen. 

Während es bis zum kommerziellen Start der Kommunikationssatelliten des britischen Unternehmens O3b-Networks, das zur SES-Firmengruppe gehört, noch über ein Jahr dauert, hat SES eigenen Angaben nach bereits einen Auftragsbestand von über 300 Millionen Dollar von großen Kreuzfahrtveranstaltern gesichert. Die O3b-Satellitenkonstellation sollen den drei Milliarden Menschen in strukturschwachen Gebieten Internetzugriff und Telekommunikationsdienste bieten.

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