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SES denkt über Aufspaltung nach
Wirtschaft 2 Min. 02.03.2020

SES denkt über Aufspaltung nach

Will sich vom reinen Satellitenbetreiber zum  Netzwerk-Unternehmen wandeln: SES.

SES denkt über Aufspaltung nach

Will sich vom reinen Satellitenbetreiber zum Netzwerk-Unternehmen wandeln: SES.
Foto: SES
Wirtschaft 2 Min. 02.03.2020

SES denkt über Aufspaltung nach

Marco MENG
Marco MENG
Luxemburger Satellitenbetreiber muss viel in die Wachstumssparte „SES Networks“ investieren, während das klassische Fernsehsatellitengeschäft stagniert – aus beiden Segmenten könnten zwei eigene rechtliche Einheiten entstehen.

Der Satellitenbetreiber SES legte am Montag seine Bilanzzahlen für 2019 vor. Die Hauptnachricht verkündete Konzernchef Steve Collar dann in Betzdorf bei einem Mediengespräch eher nebenbei: das Unternehmen könne sich in zwei Teile aufspalten, so Collar. 

Das klassische Videogeschäft ist letztes Jahr um 7,1 Prozent zurückgegangen, während Networks um 9,5 Prozent zulegte. 

Die Sparte mit dem Daten- und Cloudgeschäft wuchs in den letzten zwei Jahren insgesamt 20 Prozent – in den kommenden Jahren sind weitere hohe Investitionen von bis zu einer Milliarde Euro notwendig (im Vergleich zu den sonst 400 bis 500 Millionen Euro, die der Satellitenbetreiber jährlich investiert). 

Um Investoren für dieses stark wachsende Network-Geschäft zu gewinnen, überlege man darum, ob es Sinn mache, SES in zwei Firmen zu teilen: in eine mit dem klassischen „Video”-Satellitenfernsehgeschäft, und eine für das Netzwerk-Geschäft. 

Seit 2017 Chef des Luxemburger Satellitenbetreibers SES: Steve Collar
Seit 2017 Chef des Luxemburger Satellitenbetreibers SES: Steve Collar
Foto: Guy Jallay

Mit der Regierung sei darüber auch schon gesprochen worden, so Steve Collar, immerhin ist der Staat der wichtigste Aktionär des Unternehmens. Wie eine solche separate Firma aussehen könne, sei aber noch nicht klar, die Überlegungen stünden noch ganz am Anfang, und es sei auch nur eine Option von vielen, so Collar.

Bei SES macht heute das Videogeschäft 61 Prozent aus (1.213 Millionen Euro Umsatz), während das Networkgeschäft für 38 Prozent der Einnahmen steht (762 Millionen Euro).

Gesamtumsatz gesunken, Nettogewinn gesteigert

Der Satellitenbetreiber konnte im letzten Jahr seinen den SES-Aktionären zurechenbaren Nettogewinn mit 296,2 Millionen Euro um 1,3 Prozent steigern (2018: 292,4 Millionen Euro).

Allerdings ist 2019 der Konzernumsatz mit 1.983,9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent zurückgegangen. Das Bruttoergebnis vor Steuern und Abschreibungen betrug 1.216,6 Millionen Euro, 31 Prozent unter dem des Jahres 2018.


SES CEO Steve Collar, Foto Lex Kleren
Drastischer Gewinnrückgang bei SES
Satellitenbetreiber SES verzeichnet im vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang beim Gewinn.

Dass der Nettogewinn gesteigert werden konnte, lag vor allem daran, dass die Nettoverschuldung um 5,8 Prozent auf 3.273 Millionen Euro reduziert wurde.

Konzernchef Collar, sagt dazu: „Wir sind mit unseren Finanzergebnissen für 2019 zufrieden, wobei EBITDA, Nettoverschuldung zu EBITDA und CapEx-Kennzahlen mit dem im Februar letzten Jahres vorgelegten Ausblick übereinstimmen. Der Umsatz lag leicht unter unseren Erwartungen, da wir einen wichtigen Vertrag im Videobereich verpasst haben.“

Die Aktionäre sollen eine Dividende von 40 Cent je Anteilsschein erhalten; im Jahr zuvor war es doppelt so viel gewesen.



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