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SES-Aktionäre folgen dem Management
Wirtschaft 03.04.2020

SES-Aktionäre folgen dem Management

Der derzeit niedrige Aktienpreis spiegelt „definitiv nicht die Stärke unseres Unternehmens wider“, so  Konzernchef Steve Collar.

SES-Aktionäre folgen dem Management

Der derzeit niedrige Aktienpreis spiegelt „definitiv nicht die Stärke unseres Unternehmens wider“, so Konzernchef Steve Collar.
Foto: Lex Kleren
Wirtschaft 03.04.2020

SES-Aktionäre folgen dem Management

Marco MENG
Marco MENG
Bei der virtuellen Generalversammlung der Anteilseigner ging es auch um den Aktienkurs, aber mehr noch um die Geschäftsentwicklung.

Erstmals fand am Donnerstag eine Aktionärsversammlung in Luxemburg online statt: Möglich gemacht durch das „Règlement grand-ducal du 20 mars 2020“ aufgrund des Corona-Virus. 

Beim virtuellen Aktionärstreffen von SES stand jedoch weniger der Aktienkurs des Unternehmens im Fokus als vielmehr die Frage nach der wirtschaftlichen Entwicklung des Satellitenbetreibers. 

Der derzeit niedrige Aktienpreis, so Konzernchef Steve Collar, spiegelt „definitiv nicht die Stärke unseres Unternehmens wider“. Collar weist darauf hin, dass der gefallene Börsenkurs von SES aber keine Ausnahme ist, sondern alle Kurse der Mitbewerber ebenfalls stark gesunken sind. 

Zur Halbierung der Dividende in diesem Jahr auf 0,40 Euro je Aktie sagte Collar, sie sei darum nötig, weil dieses und nächstes Jahr der Höhepunkt der Kosten erreicht werde, die SES für Investitionen aufwendet.


SES Antenna, Satellit, Parabole, Sender, Empfang
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Auch wie sich das Geschäft von GovSat entwickelt, woran SES und Staat mit jeweils 50 Millionen Euro beteiligt ist, interessiert die Aktionäre. Die Entwicklung stimme mit dem Geschäftsplan überein, so Collar, es sei auch nicht unüblich, dass ein Investment in einen Satelliten drei oder auch fünf Jahre brauche, um nachhaltige Einnahmen zu erzielen. 

Die Überlegung, mit externem Kapital das Networks-Business stärker zum Wachstum zu bringen, potenziell durch Auslagerung in ein eigenes Unternehmen, sei bislang nur ein Gedankenspiel, so Collar, dessen Vor- und Nachteile untersucht würden. Ansonsten stehe es in absehbarer Zeit nicht auf der Agenda. 

Das Unternehmen, so Konzernchef Collar, sei gut kapitalisiert und so aufgestellt, um auch gut durch die Corona-Krise zu kommen.

Die Aktionäre stimmten allen Beschlüssen der Generalversammlung zu, und der SES-Verwaltungsrat wählte Frank Esser zum Vorsitzenden und Nachfolger von Romain Bausch.

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