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Schwache Stahl-Nachfrage: ArcelorMittal senkt Produktion weiter

Schwache Stahl-Nachfrage: ArcelorMittal senkt Produktion weiter

Foto: Guy Jallay
Wirtschaft 3 29.05.2019

Schwache Stahl-Nachfrage: ArcelorMittal senkt Produktion weiter

Wegen schwacher Nachfrage wird das Produktionsvolumen des weltweit größten Stahlproduzenten nach unten angepasst. Es soll sich allerdings nur um eine temporäre Maßnahme handeln.

(dpa/SC) - Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal schraubt seine Produktionskapazitäten weiter zurück. Es seien weitere Schritte notwendig, um die europäischen Stahlproduktionsmengen auf die weiter schwache Nachfrage anzupassen, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

Davon betroffen sind den Angaben zufolge in Deutschland die Werke in Eisenhüttenstadt und Bremen und das französische Werk in Dunkerque. Das Geschäft in Europa sei nach wie vor von einer trägen Nachfrage und hohen Stahl-Importen auf den Kontinent belastet.

Blick über das Firmengelände des Unternehmens ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH.
Blick über das Firmengelände des Unternehmens ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH.
Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp

Das Werk im spanischen Asturias wird im vierten Quartal des Jahres gestoppt und auch im polnischen Krakau wird die Produktion vorerst stillstehen. Im Falle des spanischen Werkes soll die Zeit genutzt werden, wichtige Reparaturarbeiten durchzuführen.


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Der luxemburgische Stahlhersteller steigert 2018 Umsatz und Gewinn; für 2019 geht der Konzern von einem leichten Anstieg der weltweiten Stahlnachfrage aus.

Zu der Mitteilung äußerte Deert van Poelvoorde, CEO von ArcelorMittal Europa: "Dies war eine schwere Entscheidung für uns, aber in Anbetracht der aktuellen Marktschwäche war dies die vernünftigste Vorgehensweise. Dies ist eine temporäre Maßnahme, sie wird umgekehrt sobald der Markt sich erholt. In der Zwischenzeit bleiben unsere Mitarbeiter unsere höchste Priorität und wir werden alles tun, um sie und ihre Familien durch diese schwierige Zeit zu begleiten."  

Bei den Zahlen zum ersten Quartal musste ArcelorMittal schon einen Rückgang des operativen Gewinns um mehr als ein Drittel wegstecken. Überkapazitäten und niedrigere Verkaufspreise wegen einer schwächeren Konjunktur sowie steigende Rohstoffkosten belasteten die Ergebnisse, hieß es Anfang Mai. Damals hatte ArcelorMittal bereits erste Produktionskürzungen angekündigt.


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