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Schnelles Handynetz geht an den Start

Schnelles Handynetz geht an den Start

Foto: dpa
Wirtschaft 2 Min. 12.09.2018

Schnelles Handynetz geht an den Start

Mara BILO
Mara BILO
Die Regierung stellt mögliche Testzonen zur Einführung des Mobilfunknetzes der fünften Generation in Luxemburg vor.

Die schrittweise Einführung des Mobilfunknetzes der fünften Generation (5G) geht voran: Am Mittwoch hat Premier Xavier Bettel in seiner Eigenschaft als Kommunikations- und Medienminister die „5G-Strategie für Luxemburg“ vorgestellt. „Damit ist Luxemburg das siebte Land der EU, das eine Strategie für die Einführung des 5G-Netzes vorstellt“, freute sich Bettel. Denn für den Premier ist wichtig, dass Luxemburg den „Zug der Digitalisierung“ nicht verpasst und dass die EU insgesamt mit Asien in Sachen Digitalisierung Schritt halten kann.

Die ultraschnelle Technologie soll eine Datenübertragungsrate von mehr als ein Gigabit pro Sekunde garantieren und ist von entscheidender Bedeutung: Selbstfahrende Autos, medizinische Fernbehandlung und vernetzte Haushaltsgeräte werden durch das 5G-Netz zur Realität. Die Internationale Fernmeldeunion hat drei Hauptanwendungen für das schnelle Mobilfunknetz festgelegt: Verbraucher werden über einen besseren Zugang zu Multimediainhalten verfügen; das 5G-Netz erlaubt es, eine große Anzahl von Geräten zu verbinden; und die Kommunikation soll im 5G-Netz in Echtzeit erfolgen, um die Realisierung von sicherheitskritischen Anwendungen zu gewährleisten.

Grafik: Luxemburger Wort

Die Selektion der Testzonen ist noch nicht abgeschlossen

Mit der Vorstellung der „5G-Strategie“ werden die auf EU-Ebene vereinbarten Zielvorgaben umgesetzt. Luxemburg hatte sich mit den anderen EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, bis Ende 2020 mindestens eine größere Stadt mit dem 5G-Netz abzudecken und zwischen 2018 und 2025 die Einführung des schnellen Handy-Netzes zu gewährleisten. Bis dahin geht die Regierung davon aus, dass mehr als 39 Prozent der Luxemburger Bevölkerung auf ein 5G-Abo umschalten werden.


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Selbstfahrende Autos, medizinische Fernbehandlung, Industrie 4.0 – das 5G-Netz öffnet die Türen zu einer neuen Welt. In Luxemburg ist eine schrittweise Einführung von 2020 an geplant, bis 2025 sollten alle städtischen Gebiete im Land mit dem Mobilfunknetz ausgestattet sein.

In Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen inCITES Consulting hat die Regierung nun fünf Testzonen identifiziert, wo Pilotprojekte zur Einführung des 5G-Netzes stattfinden sollen. Diese befinden sich in strategischen Orten, die künftig auf die 5G-Entwicklung angewiesen sein werden; die Testzonen befinden sich in Kirchberg, bei „CFL Multimodal“ in Düdelingen, beim „Automotive Campus“ in Bissen, auf dem Gelände der Uni Luxemburg in Esch Belval und voraussichtlich auf einer großen Verkehrsachse in der Nähe der Stadt.

Grafik: Luxemburger Wort

Allerdings gilt es zu beachten, dass die Selektion der Testzonen noch nicht abgeschlossen ist – darauf weist Bettel hin: „Die Liste der Testzonen ist noch nicht endgültig festgelegt, und es ist auch nicht geplant, in allen diesen Orten 5G-Pilotprojekte durchzuführen.“ Die Regierung plant, die Pilotprojekte finanziell mit 30 Millionen Euro über drei Jahre zu unterstützen. Genauere Berechnungen über die Gesamtkosten der Pilotprojekte wurden noch nicht gemacht, aber es ist vorgesehen, dass „die in den Testzonen installierten Netzwerkausrüstungen zu einem späteren Zeitpunkt in das nationale 5G-Netz integriert werden, sodass Investitionen nicht verloren gehen.“


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Nebenberuflich Europäer
Xavier Bettel hat weder die Ambition noch das Format, um auf der europäischen Bühne einen anhaltenden Eindruck zu hinterlassen.