Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Schneider: LuxExpo bleibt auf Kirchberg
Wirtschaft 2 Min. 14.10.2012

Schneider: LuxExpo bleibt auf Kirchberg

Wirtschaftsminister Etienne Schneider will die Staatskasse nicht mit Kosten für neue Ausstellungshallen belasten.

Schneider: LuxExpo bleibt auf Kirchberg

Wirtschaftsminister Etienne Schneider will die Staatskasse nicht mit Kosten für neue Ausstellungshallen belasten.
Foto: Guy Jallay
Wirtschaft 2 Min. 14.10.2012

Schneider: LuxExpo bleibt auf Kirchberg

Bei der Eröffnung der Herbstmesse am Samstagmorgen, hat Wirtschaftsminister Etienne Schneider das Geheimnis um die Zukunft der LuxExpo auf Kirchberg gelüftet.

(rw) - Bei der Eröffnung der Herbstmesse am Samstagmorgen, hat Wirtschaftsminister Etienne Schneider das Geheimnis um die Zukunft der LuxExpo auf Kirchberg gelüftet. Die Ausstellungshallen bleiben nun endgültig wo sie jetzt sind.

Es habe keine Alternative gegeben, die in einem angemessenen Zeitraum oder Budgetrahmen realisierbar gewesen wäre, so Schneider. Dies habe er nach mehreren Prüfungen und Gesprächen mit der LuxExpo-Verwaltung und dem Bürgermeister der Hauptstadt, Xavier Bëttel, festgestellt. „Ich bleibe auch dabei, dass wir das Budget so schnell nicht mit einer neuen Ausstellungshalle belasten können“, betonte er. Wieviel der Umbau kosten wird, sei noch nicht klar, sagte Schneider am Rande der Messe-Visite. Dies würden weitere Studien zeigen, und es käme darauf an, wie extravagant die Wünsche seien. Eine erste unverbindliche Schätzung von Schneider belief sich auf 5 Millionen Euro. LuxExpo könne dies alleine stemmen, meinte er. Das Staatsbudget werde aber nicht belastet, versicherte er noch einmal.

Allerdings sollen auf Wunsch der Luxexpo-Verwaltung mehr Parkplätze hinzu kommen, und dies auf dem Areal der Hallen 4 und 5, die seit zehn Jahren vom EU-Ministerrat für ihre Tagungen benutzt wird. Alle Gebäude werden außerdem technisch überholt und modernisiert. Für LuxExpo-Präsident Raymond Schadeck seien ein modularer und funktioneller Rahmen wichtig, um die Mission der Messe als Katalysator der Luxemburger Wirtschaft zu gewährleisten.

An einem Strang ziehen

Schneider sprach am Samstagmorgen auch die schwierige Lage der Industrie an. Hyosung Wire Plant und Luxguard sind die neusten negativen Beispiele der Luxemburger industriellen Entwicklung. Daran seien auch die strukturellen Probleme des Landes schuld, gibt der Minister zu. Dennoch gebe es Lichtblicke. Der Logistiksektor entwickelt sich weiter – der Startschuss für der Umbau des ehemaligen WSA-Geländes fiel am 5. September. Der Minister konterte die Kritik François Bauschs, dass er und der Erbgroßherzog zu viel reisen. Dies sei notwendig um Unternehmen anzuziehen.

Auch im Bereich der Kommunikationstechnologien und der Biotechnologien seien viele Fortschritte gemacht worden. In einer Welt in der die Uhren anders ticken, müsse Luxemburg flexibel sein und sich konstant anpassen, so Schneider. Er wünscht sich dafür einen Zusammenschluss aller Luxemburger Akteure, die zusammen an einem Strang ziehen, um das neue Luxemburger Modell zu gestalten.

Bürgermeister Bëttel freut sich auf die bevorstehende Hochzeit von Erbgroßherzog Guillaume. Der "magische Moment" werde auch den Tourismussektor beflügeln. Großherzog Henri war Ehrengast der Eröffnung der 101. Internationalen internationalen Messe.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema