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Saudi-Arabien soll Handy von Jeff Bezos gehackt haben
Wirtschaft 22.01.2020

Saudi-Arabien soll Handy von Jeff Bezos gehackt haben

Amazon-Chef Jeff Bezos hält sich derzeit mit seiner Freundin Lauren Sanchez in Indien auf.

Saudi-Arabien soll Handy von Jeff Bezos gehackt haben

Amazon-Chef Jeff Bezos hält sich derzeit mit seiner Freundin Lauren Sanchez in Indien auf.
Foto: AFP/Sujit Jaiswal
Wirtschaft 22.01.2020

Saudi-Arabien soll Handy von Jeff Bezos gehackt haben

Anfang 2019 berichtete ein Boulevardblatt über intime Details aus dem Privatleben des Amazon-Gründers. Die Informationen könnten aus einer Hacker-Attacke stammen, die womöglich von Saudi-Arabien orchestriert wurde.

(dpa) - Das Handy von Amazon-Gründer Jeff Bezos soll 2018 gehackt worden sein - laut „Guardian“ könnte dafür der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman verantwortlich sein. Die Botschaft des Königreichs in den USA wies die Vorwürfe via Twitter als „absurd“ zurück und forderte eine Untersuchung der Behauptung, damit alle Fakten ans Licht kommen.

Saudi-Kronprinz Mohammed bin Salman (l.) unterhält beste Kontakte mit Wirtschaftsführern und hochrangigen Politikern auf der ganzen Welt: Hier schüttelt er die Hand von Japans Ministerpräsident Shinzo Abe.
Saudi-Kronprinz Mohammed bin Salman (l.) unterhält beste Kontakte mit Wirtschaftsführern und hochrangigen Politikern auf der ganzen Welt: Hier schüttelt er die Hand von Japans Ministerpräsident Shinzo Abe.
Foto: AFP/Bandar Al-Jaloud

Die britische Zeitung schrieb am Dienstagabend unter Berufung auf anonyme Quellen, Bezos - auch „Washington Post“-Besitzer - habe im Mai 2018 eine verschlüsselte WhatsApp-Nachricht erhalten, die offenbar vom persönlichen Konto des Kronprinzen gesendet worden sei. Nach den Ergebnissen einer digitalen forensischen Analyse habe eine schadhafte Videodatei das Handy infiziert. Innerhalb weniger Stunden seien von Bezos Handy große Datenmengen heruntergeladen worden.

Laut „Guardian“ hatten die beiden Männer zuvor einen freundlichen WhatsApp-Austausch. Die Zeitung habe aber keine Kenntnisse, welche Daten vom Handy des reichsten Mannes der Welt abgeflossen seien. Die US-Boulevardzeitung „National Enquirer“ hatte Anfang des Jahres 2019 intime Details über das Privatleben des Multimilliardärs veröffentlicht - bislang war die Herkunft des Materials nicht zweifelsfrei geklärt.


(FILES) In this file photo taken on July 10, 2013, Jeff Bezos, founder and CEO Amazon.com, and his wife Mackenzie Bezos arrive for morning session of the Allen & Co. annual conference at the Sun Valley Resort in Sun Valley, Idaho. - MacKenzie Bezos announced on April 4, 2019, the couple had finalized their divorce, and that she would surrender 75 percent of the couple's shares in the tech giant. Bezos also said she would surrender all of her stake in The Washington Post and the space exploration firm Blue Origin to her ex-husband, as well as voting control of her remaining Amazon shares. (Photo by KEVORK DJANSEZIAN / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / AFP)
Amazon-Chef Jeff Bezos behält nach Scheidung 75 Prozent der Aktien
Amazon-Chef Jeff Bezos (55) und seine Ex-Ehefrau MacKenzie Bezos (48) haben sich im Zuge ihrer Scheidung auf die Aufteilung ihres gemeinsamen Vermögens geeinigt.

Der Bericht wirft auch Fragen auf, weil wenige Monate nach dem mutmaßlichen Hack der regierungskritische saudi-arabische Journalist Jamal Khashoggi im Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet wurde. Die saudische Regierung hat den Mord eingeräumt. 

Kronprinz Mohammed bin Salman, der faktische Herrscher Saudi-Arabiens, bestritt aber, die Tötung selbst angeordnet zu haben. Khashoggi hatte als Kolumnist für die „Washington Post“ gearbeitet.


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