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Saint-Paul: Sozialplan gescheitert
Wirtschaft 29.10.2020 Aus unserem online-Archiv

Saint-Paul: Sozialplan gescheitert

Verlagsgebäude mit Druckerei in Gasperich aus der Vogelperspektive.

Saint-Paul: Sozialplan gescheitert

Verlagsgebäude mit Druckerei in Gasperich aus der Vogelperspektive.
Foto: Pierre Matgé
Wirtschaft 29.10.2020 Aus unserem online-Archiv

Saint-Paul: Sozialplan gescheitert

Pierre LEYERS
Pierre LEYERS
Bei dem Herausgeber des „Luxemburger Wort“ sind die Verhandlungen über einen Sozialplan gescheitert. 71 der insgesamt 330 Beschäftigten verlieren ihren Arbeitsplatz.

Auch das Treffen der letzten Chance vor dem Schlichter hat am Mittwochabend keine Lösung gebracht: Die Verhandlungen über einen Sozialplan bei Saint-Paul Luxembourg S.A. endeten mit einer „non-conciliation“. „Das ist eine sehr seltene Situation in Luxemburg“, stellte Generaldirektor Paul Peckels am Donnerstagmorgen in einer Video-Konferenz fest. 

71 Beschäftigte des Medienunternehmens, zu dem u. a. auch das „Luxemburger Wort“ gehört, stehen somit vor der Entlassung. Statt einer Massenentlassung sind Einzelentlassungen unausweichlich geworden.

Verhärtete Fronten

Bei Ankündigung des Sozialplans Mitte September war noch von 80 Arbeitsplätzen, die wegfallen sollten, die Rede. Mehrere Treffen zwischen den Sozialpartnern, davon vier vor dem Schlichtungsamt, haben zu keiner Einigung geführt. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, das Scheitern verursacht zu haben. 


Lokales, LCGB Protestpiquet Luxemburger Wort  Foto: Anouk Antony/Luxemburger Wort
Protestaktion bei Saint-Paul
Ein Sozialplan, bei dem 74 der über 330 Arbeitsplätze wegfallen könnten, sorgt derzeit im Medienunternehmen Saint-Paul Luxembourg S.A. für Unruhe.

„Das Unternehmen steht zu hundert Prozent zu seinem Kollektivvertrag“, betonte Peckels in seiner Ansprache. Dieser Punkt wird von der Gewerkschaft LCGB in Frage gestellt.

 Für die Betroffenen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, werde es außer der vom Arbeitsrecht vorgesehen Kündigungsfrist und Abfindung einen auf die einzelne Situation zugeschnittene Unterstützung geben, kündigte der Generaldirektor an.  

Saint-Paul Luxembourg S.A. ist seit April ein Teil des belgischen Konzerns Mediahuis, der unter anderem die Tageszeitungen „De Standaard“ und „De Telegraaf“ herausgibt.

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