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Saarbrücker Flughafen wird ferngesteuert
Mit Hilfe des Kameraturms der Flugsicherung auf dem Saarbrücker Flughafen werden von Leipzig aus die An- und Abflüge gesteuert.

Saarbrücker Flughafen wird ferngesteuert

Foto: dpa
Mit Hilfe des Kameraturms der Flugsicherung auf dem Saarbrücker Flughafen werden von Leipzig aus die An- und Abflüge gesteuert.
Wirtschaft 04.12.2018

Saarbrücker Flughafen wird ferngesteuert

Eine Luxair-Maschine aus Luxemburg ist die erste, die eine Landeerlaubnis aus 400 Kilometern Entfernung bekommt.

(dpa) - Der Flughafen Saarbrücken wird seit Dienstag aus der Ferne von Fluglotsen in Leipzig überwacht. Erste Starts und Landungen nach der Umstellung seien erfolgreich gewesen, teilte die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit. Eine Luxair-Maschine aus Luxemburg war am Morgen die erste, die die Landeerlaubnis aus gut 400 Kilometern Entfernung bekam. Kurz darauf gaben die Lotsen in Leipzig grünes Licht für den Start eines Luxair-Flugzeuges mit Kurs Berlin.


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Luxair übernimmt Anfang 2018 die Flugverbindung Saarbrücken-Berlin. An der Linie Luxemburg-Berlin wird das aber nichts ändern, so LuxairGroup-Präsident Adrien Ney.

Zur Kontrolle des Flugverkehrs nutzen die Lotsen in Leipzig Video- und Infrarotkameras vor Ort in Saarbrücken. Bei der Sicherheit gibt es nach DFS-Angaben keine Abstriche. Die Infrarottechnik gewähre den Lotsen nachts oder bei Nebel sogar bessere Sicht. Das System könne Bewegungen außerdem automatisch erkennen und verfolgen.

„Für kleinere Flughäfen ist das die Zukunft“

Der Flughafen Saarbrücken wird nun als erster internationaler Flughafen in Deutschland nicht mehr vom örtlichen Tower aus überwacht. „Für kleinere Flughäfen ist das die Zukunft“, sagte ein DFS-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Flugsicherung erwartet, dass sie durch das System ihr Personal effizienter und flexibler einsetzen kann. Das soll Kosten senken und die Produktivität erhöhen.

Im nächsten Jahr soll Erfurt angeschlossen werden, dann Dresden. Dann würden die drei kleinsten internationalen Flughäfen Deutschlands ferngesteuert. In dem neuen Remote Tower Control Center in Leipzig arbeiten insgesamt zehn Fluglotsen, die von Saarbrücken nach Sachsen gewechselt sind.

Der Start des Konzepts „Remote Tower Control“ war lange vorbereitet worden, die Kameratests begannen vor vier Jahren. Im Tower in Saarbrücken bleibt nach DFS-Angaben noch vier Wochen ein Lotse, um bei Problemen mit dem neuen System einzugreifen. Dann bleibe die Kanzel leer.