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Ryanair-Streik: Auch Luxemburg betroffen
Wirtschaft 19.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Ryanair-Streik: Auch Luxemburg betroffen

Eine Maschine der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair auf dem Findel.

Ryanair-Streik: Auch Luxemburg betroffen

Eine Maschine der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair auf dem Findel.
Guy Jallay
Wirtschaft 19.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Ryanair-Streik: Auch Luxemburg betroffen

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
Wegen angedrohter Streiks des Kabinenpersonals hat der Billigflieger Ryanair für die kommende Woche 600 Flüge abgesagt. Vier Flüge ab Luxemburg werden gestrichen.

Wegen angedrohter Streiks des Kabinenpersonals hat der Billigflieger Ryanair für die kommende Woche 600 Flüge abgesagt. Betroffen seien je rund 50 000 Passagiere an den Flugtagen Mittwoch und Donnerstag (25./26.7.), wie das Unternehmen am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte.

Es gehe um täglich 200 Flüge von und nach Spanien sowie jeweils 50 für Portugal und Belgien, zusammen rund 12 Prozent des Angebots. In diesen drei Ländern haben die jeweiligen Gewerkschaften die Flugbegleiter bei Ryanair aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

Auch der luxemburgische Flughafen ist von den Ausfällen betroffen, wie Luxairport über Twitter meldet.

Die gestrichenen Flüge verteilen sich auf zwei Tage: Mittwoch (25.7) und Donnerstag (26.7). Am Mittwoch sind die Flüge Luxemburg-Porto (11 Uhr), Luxemburg-Madrid (1e Uhr) und Luxemburg-Barcelona (18h50) betroffen. Am Donnerstag wird der Flug nach Lissabon gestrichen (11:25 Uhr).


"Ryanair kontaktiert die betroffenen Passagiere per E-Mail oder SMS", teilt Luxairport mit. "Bitte kommen Sie nicht zum Flughafen, wenn ihr Flug gestrichen wurde, sondern kontaktieren Sie Ryanair, um sich über die nächsten Schritte und Optionen zu informieren", heißt es weiter.

Laut Ryanair gibt es für die betroffenen Kunden die Möglichkeit innerhalb von sieben Tagen den Flug kostenlos umzubuchen oder komplett zu stornieren.


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Nach den Piloten gehen jetzt beim Billigflieger Ryanair auch die Flugbegleiter auf die Barrikaden. Sie fordern mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. In Luxemburg waren am Mittwoch drei Bestimmungen betroffen.
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CdP Ryanair, Foto Lex Kleren