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Ryanair-Personal streikt mitten in der Urlaubszeit
Wirtschaft 25.07.2018

Ryanair-Personal streikt mitten in der Urlaubszeit

Wie hier in Valencia, mussten sich zahlreiche Ryanair-Passagiere in Geduld üben.

Ryanair-Personal streikt mitten in der Urlaubszeit

Wie hier in Valencia, mussten sich zahlreiche Ryanair-Passagiere in Geduld üben.
Foto: AFP
Wirtschaft 25.07.2018

Ryanair-Personal streikt mitten in der Urlaubszeit

Nach den Piloten gehen jetzt beim Billigflieger Ryanair auch die Flugbegleiter auf die Barrikaden. Sie fordern mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. In Luxemburg waren am Mittwoch drei Bestimmungen betroffen.

(dpa) - Ein zweitägiger Streik des Kabinenpersonals bei Europas größter Billig-Airline Ryanair hat mitten in der Ferienzeit zehntausende Reisende verärgert. Gleich mehrere europäische Länder waren am Mittwoch betroffen. Ab dem Flughafen Findel in Luxemburg wurden die Flüge nach Madrid, Barcelona und Porto am Mittwoch annulliert - wie es an den kommenden Tagen weitergeht, ist noch ungewiss. Der Ausstand wird am Donnerstag fortgesetzt, Passagiere sind gut beraten, sich vor Reiseantritt zu informieren.


ARCHIV - 02.11.2016, Hessen, Frankfurt am Main: Eine Heckflosse (l) und ein Winglet mit dem Ryanair-Logo  auf den Flughafen. (zu dpa «Druckabfall im Ferienflieger - 33 Passagiere in Klinik» vom 14.07.2018) Foto: Andreas Arnold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Streik in der Kabine: Ryanair sagt für kommende Woche 600 Flüge ab
Bei Ryanair spitzt sich der Konflikt mit dem fliegenden Personal zu. Nach den irischen Piloten streiken nun die Flugbegleiter in mehreren europäischen Ländern.

Im Mutterland Irland drohte Ryanair, etwa 300 Stellen zu streichen. Begründung: Wegen dortiger Streiks von Piloten seien die Buchungen zurückgegangen. Die irische Gewerkschaft Forsa kündigte umgehend einen Streiktag für den 3. August an, weitere sollen folgen.

Am Mittwoch sorgte beim Ausstand des Kabinenpersonals vor allem die kurzfristige Streichung dutzender Flüge von und nach Italien für schlechte Stimmung bei den Passagieren. Es ging dabei etwa um Verbindungen nach Pisa und Bergamo, die nicht auf der Liste der betroffenen Strecken genannt waren.


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Nach einem Druckabfall in der Kabine kommen mehr als 30 Menschen ins Krankenhaus. Die Ursache ist unklar - die Hoffnung liegt auf den Flugschreibern.

Insgesamt ließ die Airline wegen fehlender Flugbegleiter europaweit um die 500 Verbindungen ausfallen. Die Gesellschaft hatte ursprünglich von 300 Ausfällen in Spanien, Portugal und Belgien gesprochen.

Die meisten Ausfälle gab es in Spanien, wo Ryanair 200 Flüge strich - ein knappes Viertel aller Verbindungen. Allein auf Mallorca fielen am Mittwoch wegen des Streiks 72 Flüge aus.


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Höhere Ticketpreise: teures Kerosin und knappe Kapazitäten
Trotz ungebrochener Nachfrage der Passagiere müssen sich Fluggesellschaften weltweit auf wieder sinkende Gewinne einstellen. Die Fluggäste dürften das an den Preisen zu spüren bekommen.

Von dem Arbeitskampf waren auch tausende Passagiere von und nach Belgien sowie von und nach Portugal betroffen. Am Brüsseler Flughafen fielen nach Angaben einer Sprecherin 18 von 40 Verbindungen aus, 3500 Passagiere waren betroffen.


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