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Ryanair-Chef: Brexit „dümmste Idee seit 100 Jahren“
Wirtschaft 29.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Ryanair-Chef: Brexit „dümmste Idee seit 100 Jahren“

Michael O'Leary bei einer Pressekonferenz in Wien: Ryanair verkündete am Dienstag die vollständige Übernahme von Laudamotion. Der Ex-Formel-1-Champion hielt an der Airline zuletzt noch 25 Prozent.

Ryanair-Chef: Brexit „dümmste Idee seit 100 Jahren“

Michael O'Leary bei einer Pressekonferenz in Wien: Ryanair verkündete am Dienstag die vollständige Übernahme von Laudamotion. Der Ex-Formel-1-Champion hielt an der Airline zuletzt noch 25 Prozent.
AFP
Wirtschaft 29.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Ryanair-Chef: Brexit „dümmste Idee seit 100 Jahren“

Der Boss der irischen Billig-Airline hält den EU-Austritt der Briten für einen Fehler. Ryanair werde die Folgen aber weniger hart spüren als andere Mitbewerber.

(dpa) - Der Chef der irischen Billigfluglinie Ryanair hält den Brexit für die „dümmste Idee seit 100 Jahren“. „Aber ich bin sicher, dass es keinen harten Brexit geben wird“, sagte Michael O'Leary am Dienstag in Wien. Für die Fluglinie mache es aber keinen Unterschied, welches Ergebnis bei den Brexit-Verhandlungen erzielt werde: Ryanair sei von den Brexit-Folgen weniger betroffen als andere Fluglinien, da das Unternehmen in der EU registriert ist. „Der Brexit trifft die in Großbritannien registrierten Fluglinien deutlich härter.“

Für die beste Lösung hält O'Leary eine Übergangsphase im Verhältnis von Großbritannien und der EU, in der „es sich London noch mal anders überlegt und doch in der EU bleibt“, sagte O'Leary. Sollte es ein zweites Referendum geben, glaubt O'Leary an ein anderes Ergebnis als noch bei der Abstimmung 2016, da aus seiner Sicht dann mehr jüngere Leute teilnehmen würden. „Aber es würde auch zu mehr politischen Probleme in Großbritannien führen.“



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