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Ryanair bleibt fürs laufende Flugjahr vorsichtig
Wirtschaft 16.05.2022
355 Millionen Euro Verlust

Ryanair bleibt fürs laufende Flugjahr vorsichtig

Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2021/22 verdreifachte sich fast auf 4,8 Milliarden Euro bei 97,1 Millionen Passagieren.
355 Millionen Euro Verlust

Ryanair bleibt fürs laufende Flugjahr vorsichtig

Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2021/22 verdreifachte sich fast auf 4,8 Milliarden Euro bei 97,1 Millionen Passagieren.
Foto: AFP
Wirtschaft 16.05.2022
355 Millionen Euro Verlust

Ryanair bleibt fürs laufende Flugjahr vorsichtig

In diesem Jahr will Ryanair mehr Passagiere fliegen als vor der Coronakrise. Aber das steile Wachstum scheint wackelig.

(dpa) - Europas größte Billigfluggesellschaft Ryanair bleibt für das laufende Jahr vorsichtig. Es gebe für den Sommer zwar starke Buchungen, aber die Erholung könne bei negativen Nachrichten auch schnell wieder zusammenbrechen, sagte der Chef der Airline-Gruppe, Michael O'Leary, am Montag nach Vorlage des Ende März abgelaufenen Geschäftsjahres 2021/22. Man habe dies bereits mit der Omikron-Variante des Corona-Virus und mit der russischen Invasion in die Ukraine erlebt. Eine Prognose für das laufende Jahr traut sich das Unternehmen weiterhin nicht zu.

Der um Sondereffekte bereinigte Nettoverlust von Ryanair für das Geschäftsjahr 2021/22 schrumpfte von gut einer Milliarde Euro im Vorjahr auf 355 Millionen Euro. Der Umsatz verdreifachte sich fast auf 4,8 Milliarden Euro bei 97,1 Millionen Passagieren.

Starker Sommer erwartet


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Flughafen Hahn hofft auf mehr Buchungen im Frühling
Das Flugangebot soll wieder wachsen. Ende April sind allerdings fünf Gläubigerversammlungen geplant.

Ryanair erwartet einen starken Sommer, da die Reisebeschränkungen aufgehoben seien und dies die Menschen ermutige, wieder zu fliegen. Die Preise dürften in der Hochsaison etwas über dem Niveau von 2019 liegen, auch wenn Preissenkungen einsetzten, um den Markt in diesem Quartal anzukurbeln. Die irische Fluggesellschaft bekräftigte ihr Ziel, im neuen Geschäftsjahr 165 Millionen Passagiere zu befördern. Im Vorkrisenjahr 2019 hatte das Unternehmen 149 Millionen Fluggäste. Vorstandschef O'Leary hatte Ende März noch gesagt, es werde ein Gewinn von mindestens einer Milliarde Euro angestrebt.

In einem TV-Interview mit CNBC kritisierte der Ryanair-Chef am Montag den Hauptlieferanten Boeing scharf. „Boeing braucht einen Neustart im Management.“ Man sei sehr enttäuscht über die vergangenen zwölf Monate mit späten Auslieferungen und habe zudem von den Amerikanern nichts mehr zu der Langversion Boeing 737-Max-10 gehört. Hier waren entsprechende Verhandlungen im September vergangenen Jahres abgebrochen worden. Bislang ist der Typ nicht für den Luftverkehr zugelassen.

Die Boeing 737 ist in verschiedenen Versionen der Standard-Jet der Iren, die nach Boeing-Angaben größter Kunde in Europa sind. Für den Sommer stammen von 505 Jets ihrer Flotte nur 29 bei der Tochter Lauda vom Konkurrenten Airbus. Von der leicht modifizierten 737-Max hat Ryanair 210 Exemplare bestellt.

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Für die zwölf Monate bis Ende März stand unter dem Strich ein Gewinn von gut 1,3 Milliarden Euro. Nicht weniger als 120 Millionen Fluggäste flogen 2016 mit der irischen Airline.
FILE PHOTO: A Ryanair aircraft taxis at Stansted airport, Britain April 25, 2017.   REUTERS/Russell Boyce/File Photo         GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD     SEARCH GLOBAL BUSINESS 29 MAY FOR ALL IMAGES