Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Russland will Automarken Wolga und Pobeda wiederbeleben
Wirtschaft 18.06.2022 Aus unserem online-Archiv
Automarkt in der Krise

Russland will Automarken Wolga und Pobeda wiederbeleben

Der Aurus Senat ist eines der wenigen aktuellen russischen Automodelle. Bis 2021 war es Putin persönlich vorbehalten.
Automarkt in der Krise

Russland will Automarken Wolga und Pobeda wiederbeleben

Der Aurus Senat ist eines der wenigen aktuellen russischen Automodelle. Bis 2021 war es Putin persönlich vorbehalten.
Foto: AFP
Wirtschaft 18.06.2022 Aus unserem online-Archiv
Automarkt in der Krise

Russland will Automarken Wolga und Pobeda wiederbeleben

Der russische Automarkt erlebt wegen der Wirtschaftssanktionen eine schwere Krise. Nun will das Land totgeglaubte Automarken reanimieren.

(dpa) - Vor dem Hintergrund des weitgehenden Stillstands der russischen Automobilindustrie hat die politische Führung in Moskau verkündet, die Produktion der sowjetischen Automarken „Wolga“ und „Pobeda“ wieder aufnehmen zu wollen. „Die Kollegen haben Pläne zur Wiederbelebung der Marken "Wolga" oder "Pobeda", oder sogar beider“, sagte Russlands Industrieminister Denis Manturow am Freitagabend beim Internationalen Petersburger Wirtschaftsforum im Interview mit dem Sender RBC.

Manturow verwies darauf, dass bereits entschieden sei, nach dem Rückzug des französischen Autobauers Renault in dessen Moskauer Werk die Produktion des „Moskwitsch“ wieder aufzunehmen. Der „Moskwitsch“ wurde in Russland von 1947 (ursprünglich als Kopie des Opel Kadett) bis 1998 gebaut. 2006 wurde das Moskwitsch-Werk für bankrott erklärt und später von Renault übernommen.

80 Prozent Rückgang bei Neuwagen


Ein autonomes Roboter-Taxi der Google-Tochter Waymo bewegt sich lautlos durch Downtown San Francisco mit der Oakland Bay Bridge im Hintergrund.
So fühlt sich die Stadt der Zukunft an
Die US-Metropole San Francisco zeigt, wie Großstädte mit Verkehrsproblemen Änderungen anstoßen können. Was davon ist auch in Luxemburg möglich?

Die Automarke „Pobeda“ („Sieg“) von 1946 bis 1958 und deren Nachfolger „Wolga“ wurden in Nischni Nowgorod vom Autobauer Gaz hergestellt. Wegen der geringen Nachfrage endete die Produktion des letzten Wolga-Modells 2010. Anschließend betätigte sich das Automobilwerk Gaz unter anderem als Montage-Partner für die Herstellung von VW- und Skoda-Modellen. VW hat seine Produktion in Russland im März stillgelegt. Zuletzt wurde bekannt, dass der deutsche Automobilbauer wegen der Sanktionen gegen Gaz die Montagekooperation einstellen und die Arbeitsplätze in Nischni Nowgorod abbauen will.

Der russische Automarkt erlebt insgesamt eine schwere Krise. Der Verkauf von Neuwagen im Mai ist gegenüber dem Vorjahr um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Die meisten Autobauer haben ihre Produktion wegen des sanktionsbedingten Teilemangels eingestellt.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Symbol der DDR
Der Kleinwagen Trabant - ein Symbol des DDR-Alltags - hat auch Jahrzehnte nach dem Produktionsstopp weltweit eine treue Fangemeinde. Fast 35 000 „Rennpappen“ rollen noch heute durch Deutschland.
A man looks at Trabant cars during a fan meeting at the 50th anniversary of the Trabant car in Zwickau November 10, 2007. Fifty years after the first Trabant rolled off an assembly line on Nov. 7, 1957, the boxy vehicle has become the focus of a cheap-chic hot rod culture. It was designed as the communist answer to the Volkswagen Beetle but it was built on the cheap and little altered before production halted in 1991. The bodywork was made of plastic mixed with paper or cotton fibre to save on steel imports, the back windows did not open and the noisy two-stroke engine sent a polluting stench of burnt oil and gasoline into the air. The factory in Zwickau churned out 2.2 million of the Trabant 601, the most common model, from 1964 to the mid-1980s.  REUTERS/Hannibal Hanschke (GERMANY)
Die Reportage am Wochenende
Taxifahrer Arkadi Nikolajew setzt angesichts der in Russland herrschenden Dumpingpreise auf Passagiere mit Geld, die weite Wege zurücklegen wollen.
Taxifahrers Arkadi Nikolajew vor der Wolgabucht in Zentrum von Tscheboksary.