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Russischer Jumbojet am Flughafen Hahn festgesetzt
Wirtschaft 07.04.2022
Startverbot

Russischer Jumbojet am Flughafen Hahn festgesetzt

Der insolvente Airport kassiert für die Maschine nach eigener Auskunft jeden Tag ein Abstellentgelt von rund 1.200 Euro.
Startverbot

Russischer Jumbojet am Flughafen Hahn festgesetzt

Der insolvente Airport kassiert für die Maschine nach eigener Auskunft jeden Tag ein Abstellentgelt von rund 1.200 Euro.
Foto: dpa
Wirtschaft 07.04.2022
Startverbot

Russischer Jumbojet am Flughafen Hahn festgesetzt

Die Frachtmaschine sitzt im Hunsrück fest. Der insolvente Airport kassiert dafür jeden Tag ein Abstellentgelt.

(dpa) - Ein Jumbojet unter russischer Kontrolle darf vorerst nicht mehr vom rheinland-pfälzischen Flughafen Hahn abheben. Damit sitzt die große Frachtmaschine, eine Boeing 747 der Airline Cargologicair UK, auf unbestimmte Zeit im Hunsrück fest. Der insolvente Airport kassiert dafür nach eigener Auskunft jeden Tag ein Abstellentgelt von rund 1.200 Euro. Hintergrund ist der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine.


ARCHIV - 16.02.2021, Rheinland-Pfalz, Lautzenhausen: Ein Radfahrer fährt am Terminal des «Frankfurt Hahn Airport» vorbei. Am Hunsrück-Flughafen Hahn hat das offizielle Insolvenzverfahren begonnen. (zu dpa «Insolvenzverfahren beim Flughafen Hahn begonnen») Foto: Andreas Arnold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Insolvenzverfahren beim Flughafen Hahn hat begonnen
Der Airport Hahn hatte bereits im Oktober 2021 Insolvenz angemeldet.

Der Landesbetrieb Mobilität als Luftfahrt- und Luftsicherheitsbehörde für Rheinland-Pfalz teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: „Da die Airline Cargologicair UK sowie deren Luftfahrzeuge unter die aktuellen EU-Sanktionen fallen, wurde ein Startverbot gegen die B 747, die einen Wartungsaufenthalt am Flughafen Frankfurt-Hahn hatte, verhängt.“ Nach derzeitigem Stand sei nicht davon auszugehen, dass die Sanktionen kurzfristig aufgehoben würden.

Drei Euro pro angefangener Tonne   

Der Sprecher des Hahn-Insolvenzverwalters Jan Markus Plathner erklärte: „Wir berechnen ein tägliches Abstellentgelt in Höhe von drei Euro pro angefangener Tonne höchstzulässiges Startgewicht. Bei diesem Flugzeug sind das rund 400 Tonnen, das Abstellentgelt beträgt entsprechend rund 1.200 Euro pro Tag.“


Eine Gangway mit der Aufschrift «frankfurt hahn airport» steht auf dem Rollfeld des Hunsrück-Flughafens Hahn.
Der Sommerflugplan am Flughafen Hahn füllt sich
Gute Nachrichten für Reiselustige aus der Großregion: Gegen Ende März soll die Zahl der Flugziele mit Start am Airport Hahn wieder steigen.

Das Bundesverkehrsministerium erläuterte zur Fluggesellschaft Cargologicair UK, diese sei „zu 100 Prozent im Besitz der Cargo Logic Holding Ltd. Diese ist im Besitz von Herrn Aleksey Isaykin und Herrn Sergey Shklyanik. Beide Eigentümer sind russische Staatsbürger.“ Dass Isaykin auch einen zypriotischen Pass besitze, sei hier unerheblich: „Die russische Staatsbürgerschaft ist für die Beurteilung maßgeblich.“ Die Fluggesellschaft Cargologicair UK hat auf Anfrage vorerst keine Stellungnahme abgegeben.

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