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Russische Luxusjacht in London festgesetzt
Wirtschaft 30.03.2022
Schiff mit Weinkeller und Pool

Russische Luxusjacht in London festgesetzt

Die Superjacht „Phi“ in einem Dock im Londoner Finanzviertel Canary Wharf.
Schiff mit Weinkeller und Pool

Russische Luxusjacht in London festgesetzt

Die Superjacht „Phi“ in einem Dock im Londoner Finanzviertel Canary Wharf.
Foto: AFP
Wirtschaft 30.03.2022
Schiff mit Weinkeller und Pool

Russische Luxusjacht in London festgesetzt

Britische Behörden haben die Luxusjacht eines vermögenden Russen beschlagnahmt – als Warnung an Wladimir Putin und seine Gefolgsleute.

(dpa/AFP/jt) – Britische Behörden haben am Dienstag die Luxusjacht eines vermögenden russischen Staatsbürgers in London festgesetzt. 

Wie die National Crime Agency mitteilte, ist es das erste Mal, dass eine Superjacht in britischen Gewässern an die Kette gelegt wurde. Um wen es sich bei dem Eigentümer handelt, teilte die Behörde nicht mit. Die Aktion erfolgte im Rahmen der Sanktionsmaßnahmen für den russischen Angriff auf die Ukraine.

Die fast 60 Meter lange Superjacht ist ungefähr 45 Millionen Euro wert.
Die fast 60 Meter lange Superjacht ist ungefähr 45 Millionen Euro wert.
Foto: AFP

Das futuristisch anmutende Luxusschiff ist nach Angaben des britischen Verkehrsministers Grant Shapps umgerechnet knapp 45 Millionen Euro wert. Die Jacht mit dem Namen „Phi“ wurde in der niederländischen Werft Royal Huisman gebaut und absolvierte vergangenes Jahr ihre Jungfernfahrt. Der Schiffsname erinnert an das mathematische Symbol des Goldenen Schnittes.

Dem Hersteller zufolge hat die Jacht einen Swimming Pool und einen Weinkeller an Bord. Mit der Festsetzung sei „ein Symbol russischer Macht und Reichtums“ in eine Warnung an Russlands Präsident Wladimir Putin und seine Gefolgsleute verwandelt worden, sagte Shapps laut der Mitteilung.


Die Luxemburger Dienstleister der Oligarchen
In den Kundenkarteien von Luxemburger Treuhandbüros finden sich auch Unternehmen von russischen Oligarchen.

Der russische Staatsbürger sei von Mitarbeitern einer Einheit zur Bekämpfung von Kleptokratie identifiziert worden, hieß es in der Mitteilung. „Die Eigentümerschaft war absichtlich gut verborgen. Die Firma, unter deren Namen das Schiff registriert ist, hat ihren Sitz auf den Inseln von St. Kitts und Nevis, und das Schiff hatte maltesische Flaggen an Bord, um seine Herkunft zu verschleiern“, hieß es weiter.


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