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RTL-Group: RTL steigt beim VR-Start-Up Inception ein
Wirtschaft 2 Min. 03.08.2017 Aus unserem online-Archiv

RTL-Group: RTL steigt beim VR-Start-Up Inception ein

RTL-Group will verstärkt bei den digitalen Medien expandieren.

RTL-Group: RTL steigt beim VR-Start-Up Inception ein

RTL-Group will verstärkt bei den digitalen Medien expandieren.
Foto: Gerry Huberty
Wirtschaft 2 Min. 03.08.2017 Aus unserem online-Archiv

RTL-Group: RTL steigt beim VR-Start-Up Inception ein

Laurent SCHMIT
Laurent SCHMIT
RTL-Group investiert 15 Millionen Dollar in das Start-up-Unternehmen Inception, das im Bereich der virtuellen Realität tätig ist. Die Investition ist Teil der Unternehmensstrategie, verstärkt bei den digitalen Medien zu expandieren.

(BT/spo) - Die RTL-Group, mit Sitz in Luxemburg, hat in einer ersten Finanzierungsrunde 15 Millionen Dollar in das israelische Start-up-Unternehmen Inception investiert, das im Bereich der virtuellen Realität (VR) tätig ist. Damit hält RTL-Group 15 Prozent der Anteile des Start-ups.

Das Geld soll es dem 2016 gegründeten Start-up ermöglichen sein „Inhaltskatalog zu vergrößern, seine Technologieplattform zu verbessern und sein Wachstum zu beschleunigen."

Der Geschäftsführer von Inception, Benny Arbel, teilte in einer Erklärung mit, sein Unternehmen wolle virtuelle Realität "zugänglicher und angenehmer für ein weltweites Publikum" gestalten. Die Zusammenarbeit mit der RTL-Group würde dabei helfen dies zu erreichen.

"Zusammen können RTL-Group und Inception maßgeblich dazu beitragen, das VR-Erlebniss weiterzuentwickeln, indem wir unsere Erfahrung bei Content-Erstellung, Produktion von Sendungen und immersiven Technologien kombinieren um das Publikum auf das nächste Level zu bringen", so Arbel weiter.

RTL-Group hat vermehrt in digitale Medien investiert und sein Digital-Video-Geschäft vergrößert, auf ihrem Weg das Fernsehn neu zu definieren.

Investitionen in Start-ups als Unternehmensstrategie

Das Inception-Investment ist Teil der Unternehmensstrategie, verstärkt bei den digitalen Medien zu expandieren.

Zu diesem Zweck hat der Medienkonzern bereits 2015 Finanzierungsrunden mit Clypd (eine Plattform für programmatische Werbung im Programmfernsehn) und VideoAmp (Plattform für cross-screen Datenoptimisation) abgeschlossen.

Im April 2017 wurden weitere 5 Millionen Dollar in VideoAmp investiert.

Die Gruppe hat auch eine Mehrheitsbeteiligung bei SpotX, einer Plattform für programmatische Videowerbung, und denkt darüber nach auch die restlichen Anteile zu kaufen. Dies sagte ein Sprecher der Gruppe dem Luxemburger Wort gegenüber.

RTL glaubt an VR

RTL analysiert zuerst Entwicklungstrends, bevor entschieden wird ob im eigenen Haus oder in externe Unternehmen investiert wird.

In einer zweiten Phase wird entschieden ob in ein bereits etabliertes Unternehmen investiert wird oder in kleinere Start-ups. In Letzteren kann der Medienkonzern eine entscheidendere Rolle übernehmen.

Im Fall von VR, von deren Zukunftschancen RTL überzeugt ist, entschied die Gruppe sich für ein Start-up.

Die Entscheidung sei auf Inception gefallen, wegen deren breiten Innovationsfeldes und weil die Firma aufgrund der eigenen Technologieplattform große Unabhängigkeit besitzt.

Da es sich um ein kleines Unternehmen handle, könne RTL verstärkt zukünftige Projekte mitgestalten.

Christos Schizas, der Vize-Präsident für Geschäftsfeldentwicklung und Gruppensynergien bei RTL, wird Verwaltungsrat bei Inception werden und erklärte, dass es für die beiden Unternehmen vielfältige Möglichkeiten gebe um zusammenzuarbeiten.

"Virtual Reality ist ein neues Medium für Inhalte und kreative Ideen, die das Herz bilden, von demwas wir tun", führte er weiter aus.

"Daher ist es ganz natürlich, dass wir Wege suchen um mit diesen neuen Medium unser gesamtes Videouniversum zu erweitern."

Er sehe ein "klares Potential für Synergien" mit dem existierenden Portfolio von RTL in den Bereichen Contentproduktion, multi-platform Netzwerken und Werbung.

Virtual Reality ist eine Technologie die erst seit ein paar Jahren existiert. Ihr wird aber ein riesiges Wachstumspotential zugeschrieben. In einem Arbeitspapier der Unternehmensberatung PWC wird für 2021 ein globaler Markt von 15 Milliarden Dollar prognostiziert, im Vergleich zu 869 Millionen im Jahr 2016. Dies würde einem Umsatzwachstum von 80 Prozent pro Jahr entsprechen.