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Ross trifft Schneider: Kooperation bei Weltraum-Bergbau
Wirtschaft 10.05.2019

Ross trifft Schneider: Kooperation bei Weltraum-Bergbau

Handschlag: US-Handelsminister Wilbur Ross (l.) und Wirtschaftsminister Etienne Schneider nach der Unterzeichnung.

Ross trifft Schneider: Kooperation bei Weltraum-Bergbau

Handschlag: US-Handelsminister Wilbur Ross (l.) und Wirtschaftsminister Etienne Schneider nach der Unterzeichnung.
Foto: Gerry Huberty
Wirtschaft 10.05.2019

Ross trifft Schneider: Kooperation bei Weltraum-Bergbau

Pierre LEYERS
Pierre LEYERS
Luxemburg und USA vereinbaren Zusammenarbeit bei der kommerziellen Nutzung des Weltalls.

„Space Mining“ wird oft als Goldrausch des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Bis jetzt hat es noch niemand geschafft, edle Metalle aus Asteroiden abzubauen. 


(FILES) This file photo taken on April 25, 2017 shows 
US Secretary of Commerce Wilbur Ross speaking during a briefing at the White House in Washington, DC.
Ross has business ties to a shipping firm linked to Vladimir Putin's inner circle, according to a vast leak of financial documents. The findings have emerged as part of the Paradise Papers released by the US-based International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ). There is no suggestion that Ross acted illegally.
 / AFP PHOTO / Brendan Smialowski
Wilbur Ross: Trumps Mann für alle Fälle in Luxemburg
Zusammenarbeit im Weltraumsektor und mögliche US-Strafzölle sind Themen der Unterredungen, die US-Handelsminister Wilbur Ross mit der Luxemburger Regierung führte.

Immerhin scheinen die Aktivitäten der Luxemburger Regierung in diesem Zukunftssektor von Erfolg gekrönt zu sein. „Zwei Prozent des Luxemburger Bruttoinlandsprodukts stammen aus Space-Aktivitäten“, gab am Freitag Wirtschaftsminister Etienne Schneider bekannt.

Das sei prozentual gesehen der höchste Anteil aller europäischen Länder. Zwanzig Firmen, die im Weltraum-Bereich tätig sind, haben in den letzten Jahren Luxemburg zu ihrem Sitz gewählt.

"Beginn einer außerordentlichen Beziehung"

Gemeinsam mit US-Handelsminister Wilbur Ross unterzeichnete Schneider eine Absichtserklärung über eine enge Zusammenarbeit bei der kommerziellen Nutzung des Weltraums. „Dies ist ein historischer Meilenstein für die bilaterale Zusammenarbeit beider Seiten“, so der Wirtschaftsminister.


PSLV C40 lanceur indien
Le «space mining» remis à plus tard
Investissements trop lourds, fonds chinois, bénéfices incertains: le choix du Luxembourg n'a pas porté ses fruits.

Ross erklärte dazu: „Dies ist der Beginn einer außerordentlichen Beziehung.“ Die Vereinbarung sieht eine enge politische Zusammenarbeit und die Förderung neuer Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten vor. 

Bei Projekten der zivilen Forschung, der Erdbeobachtung, der wirtschaftlichen Nutzung von erdnahen Asteroiden, der Navigation im Weltraum und der Kommunikation wolle man zusammenarbeiten.

Wilbur Ross (l.) und Etienne Schneider unterzeichnen die Absichtserklärung, die die Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Erdbeobachtung, wirtschaftlichen Nutzung von erdnahen Asteroiden, Navigation im Weltraum und Kommunikation behandelt.
Wilbur Ross (l.) und Etienne Schneider unterzeichnen die Absichtserklärung, die die Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Erdbeobachtung, wirtschaftlichen Nutzung von erdnahen Asteroiden, Navigation im Weltraum und Kommunikation behandelt.
Foto: Gerry Huberty

Luxemburg ist das erste europäische Land, das über ein Gesetz verfügt, das Unternehmen den Anspruch auf im Weltraum gewonnene Ressourcen garantiert.

Im Jahr 2015 haben die USA bereits eine ähnliche Gesetzgebung verabschiedet. Im Gegensatz zur amerikanischen sieht die luxemburgische Gesetzgebung keine Restriktionen bei ausländischen Investoren vor. Beide Regelungen seien „komplementär“, kommentierte Etienne Schneider.

Anders als die USA habe Luxemburg sich nicht auf die kostspielige Entwicklung von Startmöglichkeiten konzentriert, gab Handelsminister Ross zu bedenken. Zwei private US-Startunternehmen würden sich für den Transport von SES-Satelliten im Jahr 2021 bewerben, kündigte er an.


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