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Rheinland-Pfalz oder Saarland Kandidaten für Tesla-Werk
Wirtschaft 2 Min. 31.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Rheinland-Pfalz oder Saarland Kandidaten für Tesla-Werk

Wagen des ersten günstigeren Tesla-Fahrzeugs, dem Model 3, stehen auf dem Fabrikgelände zur Übergabe an ihre Besitzer bereit.

Rheinland-Pfalz oder Saarland Kandidaten für Tesla-Werk

Wagen des ersten günstigeren Tesla-Fahrzeugs, dem Model 3, stehen auf dem Fabrikgelände zur Übergabe an ihre Besitzer bereit.
Andrej Sokolow/dpa
Wirtschaft 2 Min. 31.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Rheinland-Pfalz oder Saarland Kandidaten für Tesla-Werk

In den USA kämpft Tesla darum, seine hoch gesteckten Produktionsziele für das neue Model 3 zu erreichen. Das hindert Tesla-Boss Musk nicht daran, nach neuen Standorten Ausschau zu halten.

(dpa) - Bei seiner Suche nach einem Standort für ein großes europäisches Werk hat der amerikanische Elektroautobauer Tesla laut einem Bericht auch Rheinland-Pfalz oder das Saarland im Blick. Der US-Konzern habe in Deutschland entsprechende Gespräche mit zwei Bundesländern über eine „Giga-Fabrik“ zum Bau von E-Autos und Batterien unter einem Dach geführt, berichtete die Wirtschaftszeitung „The Wall Street Journal“ am Montagabend unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.


Members of the media tour the Tesla Gigafactory which will produce batteries for the electric carmaker in Sparks, Nevada, U.S. July 26, 2016.  REUTERS/James Glover II
Saarland will Standort von Tesla-Fabrik werden
In dem an Luxemburg grenzenden deutschen Bundesland hat man ebenfalls den Tweet von Elon Musk gelesen - und umgehend reagiert. Ministerpräsident Tobias Hans und Vize-Regierungschefin Anke Rehlinger schrieben einen Brief.

Rheinland-Pfalz bestätigte am Dienstag sein Interesse an dem Tesla-Werk. „Selbstverständlich ist das Wirtschaftsministerium mit dem Unternehmen in einem guten Austausch“, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums auf Anfrage. „Tesla hat mit Tesla Grohmann einen Standort in Rheinland-Pfalz.“ Informationen zu Unternehmen würden aber grundsätzlich vertraulich behandelt. Tesla hat Grohmann aus Prüm im November 2016 gekauft. Grohmann baut automatisierte Anlagen für die Fahrzeugproduktion. In Rheinland-Pfalz ist mit Kaiserslautern auch ein Kompetenzzentrum für Digitalisierung vorhanden.

Auch das Saarland ist interessiert

Neben Rheinland-Pfalz hat laut dem Wirtschaftsblatt auch das Saarland um Tesla geworben. Die Gespräche befänden sich aber noch in einem frühen Stadium, hieß es weiter. Auch über einen Standort in den Niederlanden sei verhandelt worden. Ein Zuschlag für ein deutsches Werk ist demnach noch nicht sicher.

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Vize-Regierungschefin Anke Rehlinger (SPD) hatten schon im Juni in einem gemeinsamen Brief um Telsa geworben und Tesla-Chef Elon Musk zum Gespräch vor Ort eingeladen. Das Saarland sei nicht nur in der Automobilindustrie breit aufgestellt, sondern auch als einer der weltweit führenden Standorte für Informatik und Künstliche Intelligenz bekannt, argumentierten Hans und Rehlinger damals. Die Landesregierung äußerte sich nun zunächst nicht weiter dazu.


LONDON, ENGLAND - Saturday, June 7, 2014: CEO & Chief Product Architect Elon Musk plugs in a Supercharger to a right-hand drive Model S at the UK launch of Tesla Motors' Model S electric car at the Crystal. (Pic by David Rawcliffe/Propaganda)
Musk spekuliert über Fabrik in der Großregion
Tesla-Chef Elon Musk kann sich vorstellen, in Deutschland unweit der Benelux-Länder eine Batteriefabrik nach dem Vorbild der Gigafactory in Nevada zu bauen. Laut Wirtschaftsminister Etienne Schneider ist Luxemburg nicht im Rennen.

Musk hatte im Juni im Kurznachrichtendienst Twitter geschrieben, Deutschland sei eine „führende Wahl“ in Europa. Die deutsch-französische Grenze mit ihrer Nähe zu den Benelux-Ländern wäre möglicherweise sinnvoll, erklärte er. Ein Standort in Rheinland-Pfalz oder im Saarland würde daher naheliegen wegen der günstigen Lage zum wichtigen Absatzmarkt Frankreich.

Überseefabriken im Gespräch

Tesla hatte jüngst Gespräche über den Bau seiner ersten Übersee-Fabrik in China angekündigt. Bisher produziert der Konzern seine E-Autos überwiegend im kalifornischen Fremont. Tesla äußerte sich zu dem Medienbericht zunächst nicht.

Der US-Elektroautobauer befindet sich derzeit in einer kritischen Entwicklungsphase. Das neue Model 3 soll die Firma aus der Nische eines Oberklassen-Anbieters in einen breiteren Markt bringen. Zugleich ist Tesla nach Milliarden-Investitionen in Entwicklung und Produktion des Models 3 und hohen Verlusten darauf angewiesen, dass der neue Wagen endlich signifikante Umsätze in die Kasse bringt.


4.6. Mobile Leben / Colmar Berg / Circuit Goodyear , Centre de Formation pour Conducteurs / Notbremsassistenten u. Kollisionswarner im Test / Ilnas und TüV Rheinland / Tesla versagt Foto:Guy Jallay
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Das Unternehmen hatte jedoch massive Probleme, die Produktion hochzufahren. Erst Ende Juni - mit einem halben Jahr Verspätung - erreichte Tesla das selbstgesteckte Ziel, in einer Woche 5000 Fahrzeuge des Models 3 zu bauen. Der Aktienkurs des Unternehmens war in den vergangenen sechs Wochen von 370 Dollar auf 290 Dollar abgesackt.


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