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Renault schreibt Rekordverlust von acht Milliarden Euro
Wirtschaft 2 Min. 19.02.2021

Renault schreibt Rekordverlust von acht Milliarden Euro

Der Konzern erlebt eines der schwärzesten Jahre der Unternehmensgeschichte.

Renault schreibt Rekordverlust von acht Milliarden Euro

Der Konzern erlebt eines der schwärzesten Jahre der Unternehmensgeschichte.
Foto: AFP
Wirtschaft 2 Min. 19.02.2021

Renault schreibt Rekordverlust von acht Milliarden Euro

Früher bescherte Nissan den Franzosen Milliardeneinnahmen, inzwischen sorgt der japanische Hersteller für riesige Verluste. Renault-Chef de Meo steuert mit einem Sparprogramm gegen.

(dpa) - Renault hat im vergangenen Jahr vor allem wegen tiefroter Zahlen beim japanischen Partner Nissan einen Rekordverlust von acht Milliarden Euro eingefahren. Nach Einbußen wegen der Corona-Krise gab es für Renault in der zweiten Jahreshälfte bereits deutliche Verbesserungen, wie Generaldirektor Luca de Meo am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris sagte.

„Das Jahr 2021 wird schwierig werden“, fuhr de Meo fort. Er wies auf die Corona-Krise und fehlende Elektronikbauteile hin. Wegen der Ebbe bei wichtigen Halbleiterprodukten wird Renault im laufenden Jahr voraussichtlich rund 100.000 Autos weniger bauen als zunächst geplant. Im vergangenen Jahr liefen rund drei Millionen Fahrzeuge vom Band.


A building of the assembly plant of US car maker Ford is illuminated with the lettering 'E-Mobilitaet' (E-Mobility) in Cologne, western Germany, on February 17, 2021. - US auto giant Ford said on February 17, 2021 it was investing one billion dollars in Germany in a bid to make all of its passenger vehicles sold in Europe electric by 2030. The company said in a statement that "by mid-2026, 100 percent of Ford's passenger vehicle range in Europe will be zero-emissions capable, all-electric or plug-in hybrid, and will be completely all-electric by 2030". It said it would upgrade its assembly plant in Cologne, the home of Ford Europe, with a USD 1-billion (830-million-euro) investment to advance the company's "all-electric future". (Photo by Oliver Berg / POOL / AFP)
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Eine präzise Vorhersage für das Gesamtjahr gab der Ex-Vorstandschef von Seat wegen der Unsicherheiten nicht ab. Das Programm mit Einsparungen von rund drei Milliarden Euro werde fortgesetzt: „Wir gehen schnurgerade voran.“ Der seit Mitte vergangenen Jahres amtierende Topmanager aus Italien setzt weniger auf Masse und will stattdessen Rendite erzielen. De Meo sieht insbesondere bei E-Autos große Chancen - zehn Jahre Erfahrung in dem Bereich würden zählen.

Massiver Stellenabbau

Der Hersteller steckt seit längerer Zeit in der Krise. Dazu kommen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie. Der Konzernumsatz sank 2020 um 21,7 Prozent auf 43,47 Milliarden Euro. Der Milliardenverlust ist nach Angaben aus dem Unternehmen beispiellos. 2019 betrug der auf den Konzern entfallene Verlust noch 141 Millionen Euro.

Renault hatte bereits im vergangenen Jahr den Abbau von weltweit 15.000 Stellen angekündigt. Der Autobauer habe inzwischen vier Milliarden Euro einer staatlich garantierten Kreditlinie von bis zu fünf Milliarden Euro in Anspruch genommen, hieß es in Boulogne-Billancourt.


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Wann der Konzern, der auch die Marken Dacia und Lada führt, wieder unter dem Strich schwarze Zahlen schreiben wird, blieb offen. Für 2023 wird eine Betriebsmarge von mehr als drei Prozent vom Umsatz angestrebt. Im zweiten Halbjahr 2020 betrug die Betriebsmarge bereits 3,5 Prozent.

Renault und die Autoallianz mit Nissan und Mitsubishi waren schon im Zuge des Skandals um Autoboss Carlos Ghosn in Turbulenzen geraten. Der Ex-Manager war im November 2018 in Tokio unter anderem wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Er floh Ende Dezember 2019 nach Beirut, angeblich in einer Kiste versteckt. Renault ist zu 43,4 Prozent an Nissan beteiligt.

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