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Kurzmeldungen Wirtschaft von Teddy JAANS 24.02.2020

Renault beteiligt sich an Justiz-Ermittlungen gegen Ex-Chef Ghosn

(dpa) - Der Autobauer Renault beteiligt sich an Ermittlungen der französischen Justiz gegen seinen Ex-Konzernchef Carlos Ghosn. Wie Renault am Montagabend in Boulogne-Billancourt bei Paris mitteilte, tritt das Unternehmen als „Partie civile“ (auf Deutsch üblicherweise: „Nebenkläger“) auf, um seine Ansprüche geltend zu machen und möglicherweise Schadenersatz zu verlangen.

Die französische Justiz hatte in der vergangenen Woche einen weiteren Schritt in der Untersuchung der mutmaßlichen Veruntreuung von Geldern bei Renault durch Ghosn (65) gemacht. Dabei geht es um Vorwürfe des Missbrauchs von Unternehmenseigentum, Vertrauensbruch und Verschleierung bei dem französischen Autobauer.

Der einst mächtige Autoboss war am 19. November 2018 in Tokio unter anderem wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Im April 2019 wurde der gebürtige Brasilianer unter strengen Auflagen auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen. Ghosn floh dann Ende Dezember unter abenteuerlichen Umständen in einem Privatjet nach Beirut, angeblich in einer Kiste versteckt. Ghosn geht seinerseits juristisch gegen Renault vor, um eine Zahlung von rund 250 000 Euro als Ausgleich für den Wechsel in die Rente zu erhalten.

Die Untersuchungen der französischen Justiz zielen laut Staatsanwaltschaft auf verdächtige Finanzströme zwischen Renault und einem Vertriebshändler im Oman ab. Zudem würden Kosten für Dienstleistungen wie Veranstaltungskosten und Reisen untersucht, die durch das niederländische Gemeinschaftsunternehmen von Renault und Nissan (RNBV) bezahlt worden seien.

Der einst schillernde Konzernchef wird verdächtigt, zwei private Partys im Schloss von Versailles organisiert zu haben. Er soll dabei persönlich von einem Sponsoring-Vertrag des Unternehmens mit dem Barockschloss profitiert haben.    

Gestern

Saarland: Mann schießt in seiner Wohnung auf Spielzeugclown

(dpa/lrs) - Schüsse in einem Wohnhaus in Saarbrücken haben am Sonntag einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Nachdem die Polizei alarmiert worden war, fuhren mehrere Streifenwagen zu dem Anwesen im Saarbrücker Stadtteil Dudweiler, wie die Polizeiinspektion Sulzbach mitteilte. Es habe sich herausgestellt, dass ein polizeibekannter Mann in seiner Wohnung mehrfach geschossen habe. Demnach rückte unter anderem ein Spezialeinsatzkommando (SEK) an. Der Polizei gelang es nach eigenen Angaben nach einiger Zeit den 68-Jährigen zur Aufgabe zu bewegen. Der Mann kam zur Tür und ließ sich widerstandslos festnehmen. Er habe angegeben, ihm sei langweilig gewesen. Deswegen habe er auf einen Spielzeugclown geschossen. Der Mann kam den Angaben zufolge in eine Spezialklinik. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Mannes unter anderem mit einem Polizeihund entdeckten die Beamten eine Luftdruckpistole und eine Schreckschusswaffe.

Kurzmeldungen Lokales 05.04.2020

Bei Bour: Auto gegen Baum

(sas) - Ein Autofahrer prallte in der Nacht auf Sonntag gegen 2.15 Uhr auf der RN12 zwischen Bour und Dondelingen mit seinem Wagen gegen einen Baum. Dabei wurde der Fahrer verletzt, wie der Corps grand-ducal d’incendie et de secours (CGDIS) mitteilt. Wie es zu dem Unfall kam, ist nicht bekannt. 

Vorgestern

Cattenom: Produktionseinheiten wieder in Betrieb

(sas) - Auch die Produktionseinheit mit der Nummer 3 des Kraftwerks Cattenom wurde in der Nacht auf Samstag wieder an das Stromnetz angeschlossen - das teilt der Corps grand-ducal d’incendie et de secours (CGDIS) am Samstagabend mit. In der Nacht vom 5. auf den 6. März war die Stromversorgung wegen Problemen an einer Übertragungsleitung abgebrochen. Da die Einheiten 3 und 1 am gleichen Netz hängen, mussten beide heruntergefahren werden. Die notwendigen Reparaturen wurden nun vorgenommen - dies im nicht nuklearen Teil der Anlage. Die Einheit 1 war bereits am 1. April wieder in Betrieb genommen worden. 

Kind stirbt in Großbritannien an Covid-19

Ein fünf Jahre altes Kind mit Vorerkrankungen ist in Großbritannien an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilte der britische Staatsminister Michael Gove am Samstag bei einer Pressekonferenz in London mit. Es soll sich Medienberichten zufolge um das bisher jüngste Opfer der Corona-Pandemie in Großbritannien handeln. Das britische Gesundheitsministerium verzeichnete am Samstag mit 708 Toten die bislang höchste Zahl an Todesfällen innerhalb eines Tages. Insgesamt starben bislang in britischen Krankenhäusern 4.313 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19.  

Kurzmeldungen Lokales 04.04.2020

Düdelingen: Rauchvergiftung nach Topfbrand

(sas) - Zu einem Gebäude in Düdelingen an der Rue Edison musste die Feuerwehr am Samstag gegen 15.30 Uhr ausrücken, nachdem ein Topf dort Feuer gefangen hatte. Eine Person wurde laut Corps grand-ducal d’incendie et de secours (CGDIS) verletzt und musste wegen einer Rauchvergiftung behandelt werden. In Ettelbrück gab es gegen 16.30 Uhr an der Rue de Bastogne einen Kaminbrand. Die Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern, es wurde niemand verletzt. Bereits am Freitagabend und am frühen Samstagmorgen hatte es in Bissen und Grosbous je einen Kaminbrand gegeben.