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Quintet, ehemals KBL, schreibt rote Zahlen
Wirtschaft 15.05.2020

Quintet, ehemals KBL, schreibt rote Zahlen

Im Januar ist aus KBLepb "Quintet" geworden.

Quintet, ehemals KBL, schreibt rote Zahlen

Im Januar ist aus KBLepb "Quintet" geworden.
Foto: Quintet
Wirtschaft 15.05.2020

Quintet, ehemals KBL, schreibt rote Zahlen

Marco MENG
Marco MENG
Luxemburger Privatbank verbucht für 2019 einen Nettoverlust von 43,7 Millionen Euro - hohe Ausgaben für Expansion belasten die Bilanz.

Die Luxemburger Privatbank-Gruppe, die bis Anfang des Jahres als KBL epb firmierte und seitdem „Quintet“ heißt, weist für das vergangene Geschäftsjahr einen Verlust von 43,7 Millionen Euro aus. Das gab die Bank am Freitag bekannt. 

Den Umsätzen in Höhe von 443,1 Millionen Euro standen 2019 Ausgaben von 470,5  Millionen Euro gegenüber. „Der Anstieg der Ausgaben spiegelt die erheblichen Investitionen des Unternehmens in Menschen – innerhalb der ganzen Organisation, sowohl im Back- als auch im Front-Office –, Produkte, eine neue Marke und die geographische Expansion wider“, teilt das Institut mit. 

Das Gesamtkundenvermögen stieg 2019 auf insgesamt 81,5 Milliarden Euro gegenüber 72,6 Milliarden Euro Ende 2018. 

Quintet hält an Expansionskurs fest 

Die Quintet Private Bank mit Hauptsitz in Luxemburg hat Niederlassungen in 50 europäischen Städten. Zuletzt kaufte die Gruppe in Großbritannien und der Schweiz zu. 2019 kündigte Quintet auch die bevorstehende Expansion in die nordische Region an. 

Die ehemalige KBL Kreditbank am Boulevard Royal wurde 1949 gegründet.
Die ehemalige KBL Kreditbank am Boulevard Royal wurde 1949 gegründet.
Foto: LW-Archiv

„Dieser Prozess wird, vorbehaltlich der finalen behördlichen Genehmigung, mit der Eröffnung einer Filiale in Kopenhagen eingeleitet“, so Quintet. 


12.12.Wi / PK Kredietbank / KBL /   Foto:Guy Jallay
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„Wir investieren in die Zukunft und unsere Finanzergebnisse spiegeln das wider“, sagt Bankchef Jakob Stott. „Auch wenn die Rentabilität weiterhin von erheblichen Langzeitinvestitionen im ganzen Unternehmen beeinflusst wird, halten wir dennoch an unserer Strategie, das Franchise auszuweiten, fest.“ 

Die Aktionäre der Bank haben in den letzten sechs Monaten 110 Millionen Euro frisches Kapital in das Unternehmen eingebracht. Zum 31. Dezember 2019 lag die Basel-III-Kernkapitalquote (Tier 1) bei 18 Prozent gegenüber 17,2 Prozent Ende 2018. Der Liquiditätsdeckungsgrad der Gruppe lag Ende 2019 bei 139 Prozent. 

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