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Protest gegen "falschen" Gebrauch der Chèques-Repas
Wirtschaft 14.05.2021

Protest gegen "falschen" Gebrauch der Chèques-Repas

Die Gutscheine waren ursprünglich zur Verpflegung in Gastronomiebetrieben eingeführt worden.

Protest gegen "falschen" Gebrauch der Chèques-Repas

Die Gutscheine waren ursprünglich zur Verpflegung in Gastronomiebetrieben eingeführt worden.
Foto: Anouk Antony
Wirtschaft 14.05.2021

Protest gegen "falschen" Gebrauch der Chèques-Repas

Teddy JAANS
Teddy JAANS
60 Prozent der Gutscheine werden nicht für Verpflegung in Restaurants ausgegeben. "Don't forget us" fordert die Regierung zum Handeln auf.

Wer hat nicht schon beobachtet, dass ein Kunde im Supermarkt seine Einkäufe mit den „Chèques-Repas“ begleicht? Die Gutscheine werden in zahlreichen Geschäften angenommen, mitunter wird sogar damit die Rechnung an der Tankstelle bezahlt.

Genau dies ist „Don't forget us“ aber ein Dorn im Auge. In einem Schreiben moniert der Anwalt der Vereinigung von Gastronomen und Wirten, Frank Rollinger, dass die Essensgutscheine, so wie sie 1986 eingeführt wurden, an und für sich zum Begleichen einer Mahlzeit für Beschäftigte gedacht waren, deren Unternehmen nicht über eine Kantine verfügt. 

„Hoher Verlust“

Mittlerweile würden 60 Prozent der Chèques-Repas für andere Einkäufe gebraucht, was für die Gastro-Branche einem herben Verlust gleichkäme. 

In diesem Sinn hat der Anwalt am Freitag ein Schreiben an die Minister Gramegna, Delles und Tanson geschickt in dem die Regierung aufgefordert wird, im Sinn der Wirte und Restaurateure Position zu ergreifen und auf die Einhaltung der Bestimmungen aus dem Jahr 1993 zu pochen.


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Somit könnte man einer Branche, nach 243 Tagen pandemiebedingter Schließung Unterstützung geben, ohne dass dies den Steuerzahler belaste, so Rollinger. „Die Gutscheine im Wert von 130 Millionen Euro sollen dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden“, so der Mann. 

Der Zusammenschluss von Wirten und Gastro-Unternehmern „Don't forget us“ hatte sich zu Beginn der Pandemie gegründet, um gemeinsam die Interessen der Branche in Corona-Zeiten und darüber hinaus zu vertreten. 

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