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Preisunterschiede in der EU: Luxemburg im oberen Drittel
Wirtschaft 2 Min. 24.06.2019

Preisunterschiede in der EU: Luxemburg im oberen Drittel

Luxemburg zählt zu den Wohlstandsspitzenreitern, in denen Menschen sich im Schnitt besonders viel leisten können.

Preisunterschiede in der EU: Luxemburg im oberen Drittel

Luxemburg zählt zu den Wohlstandsspitzenreitern, in denen Menschen sich im Schnitt besonders viel leisten können.
Foto: LW-Archiv
Wirtschaft 2 Min. 24.06.2019

Preisunterschiede in der EU: Luxemburg im oberen Drittel

Verbraucher in Luxemburg haben auch im vergangenen Jahr weniger für ihren Euro bekommen als im EU-Schnitt.

(dpa/mbb) - Die Lebenshaltungskosten, zu denen unter anderem die Ausgaben für Lebensmittel, Wohnen und Energie zählen, lagen im vergangenen Jahr in Luxemburg um 26,6 Prozent über dem Mittel der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), wie aus einem Bericht des deutschen Statistischen Bundesamtes hervorkommt. Mit Abstand teuerstes Land für Verbraucher innerhalb der EU war erneut Dänemark: Dort lag das Preisniveau 37,9 Prozent über dem Durchschnitt.

Mit einigem Abstand folgen Irland (+27,3 Prozent), Finnland (+22,5 Prozent) und Schweden (+18,5 Prozent). Am günstigsten innerhalb der EU war es erneut in Bulgarien: Hier mussten Verbraucher für die Lebenshaltungskosten nur rund halb so viel zahlen wie im Schnitt aller Mitgliedstaaten(-49,4 Prozent). Deutlich günstiger war es auch in Polen (-42,6 Prozent) und Tschechien (-29,2 Prozent).

Allerdings ist auch der Wohlstand in der EU extrem ungleich verteilt. Am ärmsten sind die Bewohner Bulgariens. Sie können sich nach Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat nur etwa die Hälfte dessen leisten, was dem Durchschnitt entspricht. Am unteren Ende der Liste stehen auch Kroatien, Ungarn, Lettland und Rumänien. Luxemburg zählt dagegen zu den Wohlstandsspitzenreitern, in denen Menschen sich im Schnitt besonders viel leisten können.

Unterschiede bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken

Deutliche Unterschiede gibt es aus Sicht der Verbraucher in der EU unter anderem bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken. Im Nachbarland Deutschland entsprachen die Preise Eurostat zufolge im vergangenen Jahr etwa dem EU-Schnitt. Tiefer in die Tasche greifen mussten die französischen Verbraucher (115 Prozent des EU-Schnitts).


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Am teuersten waren Nahrungsmittel und Säfte, Limonaden und andere alkoholfreie Getränke in Dänemark (130 Prozent), gefolgt von Luxemburg und Österreich. Etwa ein Drittel weniger als im EU-Schnitt kosteten sie in Rumänien. Besonders groß ist die Preisspanne in der EU bei Alkohol und Tabak – vor allem wegen der unterschiedlichen Besteuerung. Bei alkoholischen Getränken gab es Unterschiede um mehr als dem Zweieinhalbfachen. Am günstigsten waren Wein, Bier und Co. Eurostat zufolge in Bulgarien und Rumänien (jeweils 74 Prozent des EU-Schnitts).

Am teuersten war der Alkoholkonsum in Finnland, Irland und Schweden. Noch deutlicher sind die Unterschiede bei Tabakwaren. Sie kosteten in Großbritannien rund viermal so viel wie in Bulgarien.

Das teuerste Land in Europa aus Verbrauchersicht ist Island, das jedoch nicht Mitglied der EU ist. Dort lag das Preisniveau nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr um 56,1 Prozent über dem Schnitt der Staatenunion. Auch in den Nicht-EU-Staaten Schweiz (plus 51,9 Prozent) und Norwegen (plus 47,7 Prozent) waren die Lebenshaltungskosten deutlich höher als in der Gemeinschaft.


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