Preis des kreativsten Jungnternehmers geht an Mathilde Argaud: "Babyphone" fürs Boot gewinnt
Wirtschaft 10 2 Min.15.06.2017

Preis des kreativsten Jungnternehmers geht an Mathilde Argaud: "Babyphone" fürs Boot gewinnt

Die "Jeune Chambre de Commerce" verlieh am Donnerstag Abend erneut den Preis des kreativsten Jungunternehmers. Mathilde Argaud heimste für ihr "Connected Rope" den ersten Preis ein.

(M.G.) - Zum zweiten Mal in der elfjährigen Geschichte des Wettbewerbs wurde eine Frau zur innovativsten Jungunternehmerin des Landes gekürt. Und darauf ist Mathilde Argaud, Gründerin der Firma „Largowind“, auch sehr stolz. Sie wolle zeigen, dass Frauen es in der Technikbranche genau so schaffen können wie Männer, sagt sie am Schluss ihrer Dankesrede.

Mathilde Argaud konnte die Jury in diesem Jahr mit ihrer Erfindung „Connected Rope“ überzeugen. Die Entscheidung, wer schlussendlich den CYEL-Titel gewinnen würde, sei der Jury allerdings sehr schwer gefallen, sagt Olivier De Greift, Direktor des CYEL 2017. Diese bestand aus Vertretern der Hauptsponsoren BGL BNP Paribas, KMPG, Bonn Steichen & Partners und Luxinnovation, sowie dem Vorjahresgewinner Julien Brunel.

Kontakte knüpfen und auf sich aufmerksam machen

Der Wettbewerb wird von der „Jeune Chambre de Commerce“ (JCI) organisiert und soll den Jungunternehmern eine Plattform bieten, ihr Firmen voranzubringen und potenzielle Investoren anzuziehen. Tatsächlich sei das auch ihre Motivation gewesen sich zu bewerben, erklärt Mathilde Argaud. Sie erhofft sich auf diesem Weg viele neue Kontakte knüpfen zu können.

Mit seiner Firma Jemmic belegte Jean-Pierre Schmit den dritten Platz. Sein Unternehmen entwickelt Apps für Banken und hat bereits viele Kunden in der Schweiz. Durch CYEL möchte er nun auch auf dem Luxemburger Markt etwas bekannter werden.

Der dritte Finalist und Zweitplatzierte Alfonso García Frey freute sich sehr über die Auszeichnung und sieht dies als Belohnung für viel harte Arbeit. Sein Unternehmen entwickelt Wege, um das Gestalten von Webseiten und Apps zu vereinfachen.

Richard Russell, der bereits für Google Maps und Amazon gearbeitet hat, war als Gastredner eingeladen und gab den Jungunternehmern einige seiner Erfahrungswerte mit auf den Weg.

Das Babyfon für mein Boot

Als passionierte Seglerin kennt Mathilde Argaud das mulmige Gefühl, das viele Besitzer beschleicht, wenn sie ihr Boot für längere Zeit allein im Hafen zurücklassen. Daraus entstand die Idee für „Connected Rope“.

Es handelt es sich dabei um ein Gerät, das am Tau des Bootes befestigt wird und über eine App mit dem Smartphone, dem Tablet oder dem Computer verbunden ist. Für viele Eigentümer sei das Boot wie ein Baby und „Largowind“ liefere dazu das Babyfon, so Mathilde Argaud.

Erfolg ist quasi programmiert

Einige der Gewinner der vergangenen Jahre sind bis heute sehr erfolgreich. Das Unternehmen von Thibaut Britz, dem Entwickler von „Talkwalker“ und CYEL-Preisträger 2012, zum Beispiel beschäftigt heute über 100 Mitarbeiter und hat 2017 ein Büro in den USA eröffnet.

Der Gewinner von 2011, Olivier Raulot, stellt mit seiner Firma „Inui Studio“ sehr erfolgreich interaktive Bildschirme her. Und die Firma des ersten Preisträgers im Jahr 2008, EuroDNS, ist heute einer der Marktführer zur Registrierung von Domain-Namen.

Die Gewinner und Finalisten der vergangenen Jahre




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