Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Piraten greifen Schiffe unter luxemburgischer Flagge an
Wirtschaft 30.03.2021

Piraten greifen Schiffe unter luxemburgischer Flagge an

Der Golf von Guinea an der westafrikanischen Küste gilt als das gefährlichste Seegebiet der Welt.

Piraten greifen Schiffe unter luxemburgischer Flagge an

Der Golf von Guinea an der westafrikanischen Küste gilt als das gefährlichste Seegebiet der Welt.
Foto: Jakub Adamovic
Wirtschaft 30.03.2021

Piraten greifen Schiffe unter luxemburgischer Flagge an

Mitte März wird die „Bourbon Evolution 802“ vor der Küste Nigerias überfallen. Das Wirtschaftsministerium weiß: Meist geht es um Lösegeld.

(mab) - Am 14. März wird das unter luxemburgischer Flagge fahrende Schiff „Bourbon Evolution 802“ vor der Küste Nigerias von Piraten angegriffen. Die Besatzung schlägt Alarm und flüchtet in einen Schutzraum an Bord - sie bleibt unverletzt. Denn zwei Patrouillenschiffe greifen ein und schlagen die Piraten in die Flucht.


Luxemburger Frachtschiff von Piraten gekapert
Zwei Verletzte gab es am Dienstag bei einem Angriff auf ein luxemburgisches Frachtschiff in Benin. Fünf Piraten hatten das Schiff gekapert und sofort das Feuer auf die beiden Wachleute eröffnet.

Es klingt wie eine Szene aus einem Film. Aber genau so schildert die LSAP den Vorfall in einer parlamentarischen Anfrage an den Wirtschaftsminister und will wissen, wie viele solcher Angriffe es seit der Schaffung der luxemburgischen Seeflagge vor dreißig Jahren gab.

Das gefährlichste Seegebiet der Welt

Den ersten Angriff auf ein Schiff unter luxemburgischer Flagge gab es im Juli 2010. Es folgten neun weitere. Die meisten Angriffe durch Piraten, insgesamt sechs, erfolgten im Golf von Guinea an der westafrikanischen Küste. Es gilt als das gefährlichste Seegebiet der Welt. 


Deutsche Marine-Soldaten haben erstmals vor Somalia Piraten gefasst.
Deutsche Marine vereitelt Überfall und nimmt Piraten fest
Die deutsche Marine hat vor der Küste Somalias einen Piraten-Überfall auf ein deutsches Handelsschiff vereitelt und dabei neun Personen festgenommen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums griffen die Piraten am frühen Morgen die "MV Courier" an, die im Auftrag der Reederei Gebrüder Winter unterwegs ist.

Die Piraten seien sehr gewalttätig, heißt es aus dem Ministerium. Sie seien darauf spezialisiert, Besatzungsmitglieder oder auch Tanker gegen Lösegeld zu entführen. Das Öl werde dann auf dem Schwarzmarkt verkauft. Der Golf von Guinea ist eine ölreiche Region. Alle großen Ölgesellschaften  der Welt operieren dort. 

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Piraten greifen italienisches Kreuzfahrtschiff an
Piraten haben nach italienischen Angaben ein italienisches Kreuzfahrtschiff mit rund 1500 Menschen an Bord angegriffen. Die "MS Melody" der italienischen Kreuzfahrtgesellschaft MSC Crociere S.A. konnte die Attacke vor der somalischen Küste am Vorabend allerdings abwehren.
Ein Pirat an Bord einer vor Somalia gekaperten Jacht. (Archivbild)