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Piloten streiken: Lufthansa streicht 1500 Flüge
Wirtschaft 2 Min. 20.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Piloten streiken: Lufthansa streicht 1500 Flüge

Lufthansa wird am Montag und Dienstag bestreikt.

Piloten streiken: Lufthansa streicht 1500 Flüge

Lufthansa wird am Montag und Dienstag bestreikt.
REUTERS
Wirtschaft 2 Min. 20.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Piloten streiken: Lufthansa streicht 1500 Flüge

Die achte Streikwelle der Lufthansa-Piloten ist angerollt. 166.000 Passagiere sind von Flugausfällen betroffen. Flüge von oder nach Luxemburg werden voraussichtlich wie geplant starten. Die Flüge ab Luxemburg nach Frankfurt und München sind nicht betroffen.

(dpa/lw) - Erneut sind Tausende Passagiere die Leidtragenden: Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit erhöht mit neuen Arbeitsniederlegungen im Streit um den Vorruhestand der Lufthansa-Piloten den Druck. Nach dem Ende des Lokführerstreiks begann am Montagmittag der 35-stündige Ausstand der Flugkapitäne zunächst auf der Kurz- und Mittelstrecke.

Am Dienstag sollen die Ausstände von 06.00 Uhr bis kurz vor Mitternacht auf Langstreckenverbindungen ausgeweitet werden, wie VC mitgeteilt hatte. Lufthansa muss deshalb mehr Flüge streichen als zunächst geplant. Eine baldige Lösung des Konflikts scheint nicht in Sicht.

Keine Probleme ab Luxemburg

Die achte Streikwelle der Piloten trifft vor allem Lufthansa-Passagiere auf Strecken von und nach Frankfurt. Europas größte Fluggesellschaft stellte die Langstreckenverbindungen in die Mainmetropole für Dienstag fast vollständig ein. Der überwiegende Teil der Kurz- und Mittelstreckenflüge werde ebenfalls gestrichen, teilte die Fluggesellschaft mit. Flüge nach und von Luxemburg sind laut dem Sonderflugplan nicht betroffen. Die Flüge nach Frankfurt und München starten und landen normal, dies teilte Luxair am Montagnachmittag mit. Passagiere die weiterreisen sollten sich vor Abflug jedoch über den aktuellen Status des Anschlussfluges informieren.

Ab München könnten dagegen voraussichtlich rund die Hälfte aller geplanten Kurz-, Mittel- und Langstreckenflüge von Lufthansa starten. Langstreckenflüge von und nach Düsseldorf sollten planmäßig verkehren.

Imageschaden für Lufthansa

Die Streiks verursachten einen großen direkten wirtschaftlichen Schaden und einen Imageschaden für Lufthansa, kritisierte Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne. „Es ist nicht mehr nachvollziehbar, warum sich die Vereinigung Cockpit so kompromisslos einer Lösung des Tarifkonflikts versperrt“. Alle anderen Beschäftigtengruppen hätten einen Beitrag zur Zukunft von Lufthansa geleistet.

Die Lufthansa will, dass ihre Piloten später als bisher in den bezahlten Vorruhestand gehen. Dazu wurden komplexe Übergangsregeln angeboten. Die Gewerkschaft wirft Lufthansa dagegen vor, seit April ihre Kompromissvorschläge nicht aufgegriffen zu haben. „Es geht darum, zusätzlichen Druck aufzubauen“, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Bislang habe Lufthansa nur gemauert. „Wir hoffen Lufthansa dazu zu bewegen, sich ernsthaft mit uns zu unterhalten“.

166.000 Passagiere betroffen

Insgesamt streicht Lufthansa nun 1511 Flüge, betroffen sind etwa 166.000 Passagiere. Zunächst war die Airline von 1400 Flügen auf der Kurz- und Mittelstrecke ausgegangen. Durch die Ausweitung des Ausstands werde der Flugverkehr deutlich stärker beeinträchtigt, erklärte die Lufthansa.

Einen dritten Sonderflugplan mit Informationen für Flüge von und nach Frankfurt wollte die Airline am Montagnachmittag auf ihrer Internetseite veröffentlichen.


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