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Paul Wurth steigert Auftragsvolumen um 17 Prozent
Wirtschaft 09.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Trotz Konkurrenz aus China

Paul Wurth steigert Auftragsvolumen um 17 Prozent

Diese Kokerei wurde von Paul Wurth für die brasilianische Firma Companhia Siderúrgica do Pecém gebaut.
Trotz Konkurrenz aus China

Paul Wurth steigert Auftragsvolumen um 17 Prozent

Diese Kokerei wurde von Paul Wurth für die brasilianische Firma Companhia Siderúrgica do Pecém gebaut.
Foto: Paul Wurth
Wirtschaft 09.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Trotz Konkurrenz aus China

Paul Wurth steigert Auftragsvolumen um 17 Prozent

Am Dienstag veröffentlichte Paul Wurth die Geschäftszahlen für 2016 - und zieht trotz einer großen Konkurrenz eine positive Bilanz.

Unter dem Vorsitz von Michel Wurth präsentierte die Firma Paul Wurth am Dienstag die Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 - und zog eine positive Bilanz.

Die europäische Stahlindustrie steckt in der Krise und kämpft gegen Billigimporte aus China an. Trotz der großen Konkurrenz ist es Paul Wurth gelungen, den Auftragseingang für das Geschäftsjahr 2016 um 17 Prozent auf 435 Millionen Euro zu steigern. Dazu haben, neben einigen Großprojekten, auch eine Vielzahl an kleineren Aufträgen für Modernisierungs- und Servicedienstleistungen beigetragen.

Während bei Paul Wurth Projekte in Russland und Algerien zu den größten Aufträgen zählen, sind es für die Tochtergesellschaft Paul Wurth Geprolux in Luxemburg unter anderem das neue Nationale Fußballstadion, das Südspital und eine Fabrik für Milchprodukte.

Umsatzvolumen geht zurück

Das rückläufige Umsatzvolumen von 362 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr begründet das Unternehmen mit schwachen Auftragseingängen in den Jahren 2013 und 2014. Die Gruppe kann das Geschäftsjahr 2016 mit einem konsolidierten Ergebnis vor Ertragssteuern von 15,1 Millionen und einem Nettoresultat von 8,4 Millionen Euro abschließen. Auch hat die Hauptversammlung der Ausschüttung der Bruttodividende von 157.5 Euro pro Aktie für 2016 zugestimmt (der Wert bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert).

Neue Ideen, neue Projekte

Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, hat sich Paul Wurth 2016 auch verstärkt an Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu Hochofen-, Kokerei- und Agglomerationsanlagen beteiligt. Laut Pressemitteilung stehen hier die Themen Umwelt und Energie im Mittelpunkt.

Auch im digitalen Bereich versucht man mitzuziehen: Mehrere digitale Projekte hat das Unternehmen gestartet und arbeitet an einem Konzept intelligenter metallurgischer Anlagen.

Als Erfolg sieht das Unternehmen auch das neue Gründerprogramm Paul Wurth InCub an. Hier arbeitet die Gruppe eng mit ausgewählten Start-Ups zusammen. Bis jetzt wurden acht Mitgliedschaften mit Start-Ups vereinbart, erste Unternehmer sind bereits in die neuen Büros des InCub Hauses von Paul Wurth eingezogen.

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