"Panama Papers"

Millionenstrafe für Luxemburger Tochter der Bayern LB

Der frühere Firmensitz der LBLux auf dem Kirchberg.
Foto: Marc Wilwert

(las) - Die Bayern LB muss in Deutschland ein Bußgeld von über 20 Millionen Euro wegen der Aktivitäten ihrer Luxemburger Tochter Banque LB Lux zahlen. Das berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) am Montag.

Grundlage der Strafe sind die Informationen, die durch die "Panama Papers" vor einem Jahr öffentlich wurden. In den Dokumenten der Kanzlei Mossack Fonseca tauchen 129 Vorgänge auf, in denen die LB Lux für ihre Kunde Offshore-Gesellschaften vermittelt oder verwaltet hat. Die meisten Briefkastenfirmen gründete die LB Lux zwischen 2005 und 2007, der letzte Fall geht auf März 2010 zurück.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Köln hat laut SZ einen Bußgeldbescheid verfasst, der in den nächsten Wochen von Richtern bestätigt werden soll. Auf Nachfrage wollte ein Sprecher der Bayern LB den Fall nicht kommentieren und verwies auf die Kölner Justizbehörden.

LB Lux wird seit Mai 2015 abgewickelt. Die Banque de Luxembourg übernahm 2014 die Vermögensverwaltungsparte der LB Lux. Die Strafe muss die LB Lux laut SZ dennoch zahlen.