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Opec+-Staaten verhandeln über gemeinsame Kürzungsstrategie
Wirtschaft 2 Min. 09.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Opec+-Staaten verhandeln über gemeinsame Kürzungsstrategie

Die Opec berät über eine noch nie dagewesene Drosselung ihrer Fördermengen.

Opec+-Staaten verhandeln über gemeinsame Kürzungsstrategie

Die Opec berät über eine noch nie dagewesene Drosselung ihrer Fördermengen.
Foto: AFP
Wirtschaft 2 Min. 09.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Opec+-Staaten verhandeln über gemeinsame Kürzungsstrategie

Der Bedarf wird laut der Opec im zweiten Quartal um rund zwölf Millionen Barrel sinken. Zugleich ist der Ölpreis bereits im Keller. Kräftige Förderkürzungen erscheinen nun unumgänglich.

(dpa) - Das Ölkartell Opec und seine Kooperationspartner haben angesichts der Corona-Krise über drastische Förderkürzungen für die kommenden Monate beraten. Dem Vernehmen nach steht eine Kürzung um zehn Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag im Raum - das entspricht rund zehn Prozent der weltweiten täglichen Rohölproduktion. Unklar ist, ob die 23 Staaten ihre Verhandlungsergebnisse an eine Unterstützung der USA knüpfen werden. Am Abend stand eine offizielle Mitteilung über die Verhandlungsergebnisse noch aus.


FILE - In this May 29, 2009 file photo, an oil rig is seen at sunset in the desert oil field of Sakhir, Bahrain. Major stock indexes skidded 2 percent Tuesday, July 7, 2009, as crude fell for the fifth straight day, the latest indicator that investors think demand for energy and basic materials will remain soft. The Dow Jones industrial average fell 161 points to its lowest close since late April. (AP Photo/Hasan Jamali, file)
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Die drastische Kürzung erschien zuletzt unumgänglich, weil sowohl die Corona-Krise als auch ein Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland den Ölpreis seit Wochen schwer belasten. Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo erklärte in seiner Eröffnungsrede, dass die Organisation für das Jahr 2020 von einem Nachfrage-Rückgang beim Rohöl um 6,8 Millionen Barrel pro Tag ausgehe. Im zweiten Quartal dürfte der Rückgang laut Barkindo sogar rund zwölf Millionen Barrel betragen. „Das sind atemberaubende Zahlen. Beispiellos in der Neuzeit“, so Barkindo.

Von 60 auf 25 Dollar

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent lag am 19. Februar noch bei fast 60 US-Dollar - am 1. April kostete das Fass dann bloß noch rund 25 Dollar. Am Donnerstag kletterte der Brent-Preis zeitweise wieder auf rund 33 Dollar. Experten gingen aber davon aus, dass dieses Plus ohne eine klare Reaktion der großen Öl-Nationen schon bald wieder verloren gehen könnte.


(FILES) In this file photo taken on October 30, 2015, an Iraqi labourer works at an oil refinery in the southern town Nasiriyah. - As crude prices plunge, Iraq's oil sector is facing a triple threat that has slashed revenues, risks denting production and may spell trouble for future exports. (Photo by HAIDAR MOHAMMED ALI / AFP)
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Wichtig ist dabei die Frage, von welchem Ausgangsniveau aus die Opec+-Länder die Produktion kürzen wollen. Denn im Rahmen ihres Preiskrieges haben Saudi-Arabien und Russland ihre Förderung Anfang April deutlich angehoben.

Beim Opec+-Treffen Anfang März hatten sich Saudi-Arabien und Russland nicht auf eine gemeinsame Strategie einigen können. Seit Jahren versucht die Opec+, mit Förderlimits den Ölpreis zu stabilisieren - durch das Fehlen eines neuen Deals liefen diese Beschränkungen aber Ende März aus. Der sich deutlich abzeichnenden Corona-Krise zum Trotz fuhren die Streithähne ihre Produktion hoch - und trieben den Ölpreis rasant in den Keller.

Um mit Produktionskürzungen nun den Preis wieder heben zu können, dürften sich die 23 Opec+-Staaten auf die Suche nach Partnern begeben. Kanada und Norwegen deuteten zuletzt schon Interesse an einer Zusammenarbeit an. Auch die Organisation der afrikanischen Öl-Staaten (APPO) stellte sich am Donnerstag demonstrativ hinter die Opec+ - noch bevor deren Verhandlungsergebnisse öffentlich wurden.

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(FILES) In this file photo taken on March 3, 2016, an Iraqi labourer turns a valve at an oil refinery in the newly opened section at the oil refinery of Zubair, southwest of Basra in southern Iraq. - As crude prices plunge, Iraq's oil sector is facing a triple threat that has slashed revenues, risks denting production and may spell trouble for future exports. (Photo by HAIDAR MOHAMMED ALI / AFP)