Wählen Sie Ihre Nachrichten​

OGBL: Grundsätzliche Einigung mit Cactus
Wirtschaft 14.02.2020

OGBL: Grundsätzliche Einigung mit Cactus

Mitglieder der beiden Gewerkschaften OGBL und LCGB streiken vor der Cactus-Zentrale in Windhof.

OGBL: Grundsätzliche Einigung mit Cactus

Mitglieder der beiden Gewerkschaften OGBL und LCGB streiken vor der Cactus-Zentrale in Windhof.
Foto: Guy Jallay
Wirtschaft 14.02.2020

OGBL: Grundsätzliche Einigung mit Cactus

Thomas KLEIN
Thomas KLEIN
Die Gewerkschaft OGBL meldet am Freitagmittag einen "accord de principe" in ihren Verhandlungen mit der Supermarktkette Cactus.

Die Gewerkschaft OGBL meldet am Freitagmittag einen "accord de principe" in ihren Verhandlungen mit der Supermarktkette Cactus. Der Kollektivvertrag werde ab dem 1. Januar 2020 für drei Jahre "mit einer Serie Verbesserungen für die Angestellten" erneuert, so die Gewerkschaft. 

Die Einigung kommt nach langwierigen Verhandlungen und einem mehrmonatigen Arbeitskampf mit mehreren Streiks bei Cactus-Filialen. Laut der Mitteilung der Gewerkschaften werden die Monatsgehälter der 3.200 Mitarbeiter ab dem 1. Januar um 20 Euro erhöht. Angestellte mit einem Bruttogehalt unter 2.835 Euro machen ab einem Dienstalter von drei Jahren alle zwei Jahre einen zusätzlichen Gehaltsschritt, anstatt wie bisher alle drei Jahre. Diese Regelung ist allerdings an die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens gebunden. 


Einkaufen Supermarkt Cactus Einkaufen Caddie caddy Einkaufswagen
Cactus erzielt keine Einigung mit seinen Mitarbeitern
Am Donnerstag trafen sich Vertreter der Supermarktkette und die Arbeitnehmervertreter der OGBL vor der Nationalen Schlichtungsstelle, um den Tarifvertrag für 3.200 Mitarbeiter des Konzerns neu zu verhandeln.

Für das Jahr 202o sind Sonderprämienzahlungen von 200 Euro und jeweils 12o Euro für die beiden Folgejahre vereinbart. Daneben sollen Lastwagenfahrer zukünftig zum qualifizierten sozialen Mindestlohn beschäftigt werden. Angestellte, die unter schwierigen Bedingungen, wie in Kühlräumen, arbeiten, erhalten Sonderzahlungen. 

Außerdem soll der monatliche Freibetrag für unterhaltsberechtigte Kinder von 60 auf 65 Euro erhöht werden und die Altersgrenze in der Definition eines unterhaltsberechtigten Kindes wird von 12 auf 16 Jahre erhöht, damit ein Arbeitnehmer den Sozialurlaub "krankes Kind" beantragen kann. 

Schließlich wurde der Kündigungsschutz verbessert sowie die Zulagen für Spätarbeit erhöht. So erhalten die Mitarbeiter einen Zuschlag von zehn Prozent für Arbeitszeiten zwischen 18 und 19 Uhr und 30 Prozent nach 19 Uhr.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Eine Stunde kostet 38,70 Euro
Das statistische Amt Statec hat den Durchschnittspreis einer Arbeitsstunde berechnet. Am teuersten ist die Dienstleitung im Finanzbereich, am günstigsten sind Arbeitskräfte im Hotel- und Gastrobereich zu haben.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.