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Ölpreise stabilisiert: Euro-Verbraucherpreise fallen weniger stark
Wirtschaft 02.03.2015 Aus unserem online-Archiv

Ölpreise stabilisiert: Euro-Verbraucherpreise fallen weniger stark

Nahrungsmittel waren im Februar teurer als im Vorjahresmonat.

Ölpreise stabilisiert: Euro-Verbraucherpreise fallen weniger stark

Nahrungsmittel waren im Februar teurer als im Vorjahresmonat.
MYCHELE DANIAU
Wirtschaft 02.03.2015 Aus unserem online-Archiv

Ölpreise stabilisiert: Euro-Verbraucherpreise fallen weniger stark

Ist der Minustrend bei der Inflation bald vorbei? Oder ist der Anstieg der Teuerungsrate im Februar nur ein Intermezzo? Die Europäische Zentralbank beginnt ein Billionen-Programm zur Ankurbelung der Wirtschaft.

(dpa) - Der Absturz der Ölpreise ist erst einmal gestoppt. Deshalb fallen die Verbraucherpreise in den Euroländern weniger stark als zuvor. Die jährliche Inflationsrate betrug im Februar minus 0,3 Prozent. Das war deutlich weniger als im Januar mit minus 0,6 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag in einer ersten Schätzung in Luxemburg mitteilte.

Der Ölpreisverfall hatte die Teuerungsrate in den Euro-Ländern zuletzt stark gedrückt - zur Freude der Verbraucher. Zwar sanken auch im Februar die Energiepreise noch, aber schwächer als zuvor. Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak sowie Dienstleistungen waren im Februar teurer als im Vorjahresmonat.

Die Eurostat-Zahlen zeigten, dass Energie der Hauptgrund für die derzeitige Entwicklung sei, schrieben die Volkswirte der Unicredit-Bank. Die Wahrscheinlichkeit einer Deflation bleibe gering. Dies ist eine gefährliche Spirale aus sinkenden Preisen und schrumpfender Wirtschaft.

Notenbank flutet die Märkte

Die Inflation ist immer noch weit vom Zielwert der Europäischen Zentralbank entfernt, die eine Rate von knapp unter 2 Prozent anstrebt. Die Notenbank flutet deshalb die Märkte schrittweise mit mehr als einer Billion Euro. Das soll das Wirtschaftswachstum ankurbeln und Preise in die Höhe treiben.

Die Teuerungsrate im Januar war die niedrigste seit Juli 2009. Damals war die Rate infolge der damaligen Wirtschaftskrise gesunken. Für das laufende Jahr erwartet die EU-Kommission eine Durchschnittsrate von minus 0,1 Prozent.