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Ölpreise fallen auf historische Tiefstände
Wirtschaft 18.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Ölpreise fallen auf historische Tiefstände

Neben den wirtschaftlichen Folgen der Viruskrise belastet seit Anfang März ein Preiskrieg der führenden Ölstaaten Saudi-Arabien und Russland den Ölmarkt zusätzlich.

Ölpreise fallen auf historische Tiefstände

Neben den wirtschaftlichen Folgen der Viruskrise belastet seit Anfang März ein Preiskrieg der führenden Ölstaaten Saudi-Arabien und Russland den Ölmarkt zusätzlich.
Foto: DPA
Wirtschaft 18.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Ölpreise fallen auf historische Tiefstände

Neben der wirtschaftslähmenden Corona-Pandemie, die sich derzeit weltweit ausbreitet, lässt auch der Preiskrieg zwischen den Ölstaaten Saudi-Arabien und Russland die weltweiten Kraftstoffpreise drastisch sinken.

(dpa) - Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter eingebrochen. Auch wenn die Verluste geringer ausfielen als an den vergangenen Handelstagen, lagen die Preise für wichtige Ölsorten zuletzt auf historisch niedrigen Niveaus. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 27,84 US-Dollar. Das waren 89 Cent weniger als am Vortag und der niedrigste Wert seit 2016.


ARCHIV - 21.02.2007, Russland, Nefteyugansk: Ein Mann geht über eine Brücke, die Rohrleitungen der Ölförderanlage Yuganskneftegaz kreuzt.    (zu dpa "Ölpreise mit stärkstem Einbruch seit 1991") Foto: Yuri Kochetkov/EPA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI rutschte im Mittagshandel erstmals seit 2002 unter die Marke von 25 Dollar je Barrel. Zuletzt wurde US-Öl bei mit 24,87 Dollar gehandelt, 2,08 Dollar weniger als am Dienstag. Seit Beginn des Monats hat sich das für Europa wichtige Rohöl aus der Nordsee um etwa 45 Prozent verbilligt.

Damit setzte sich der Abwärtstrend beim Öl - ähnlich wie am Aktienmarkt - weiter fort. Man befinde sich in einer gefährlichen Situation, in der gute Nachrichten wertlos seien, kommentierte Stephen Brennock, Analyst von PVM Oil Associates, die Lage. Neben den wirtschaftlichen Folgen der Viruskrise belastet seit Anfang März ein Preiskrieg der führenden Ölstaaten Saudi-Arabien und Russland den Ölmarkt zusätzlich.

Auch in Luxemburg hat dies fallende Kraftstoffpreise zur Folge. Die Literpreise für 95er Benzin und Diesel liegen derzeit bei unter einem Euro, der Preis für den Liter Super 98 liegt bei 1,079.


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