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Ökonomen erwarten starkes Wirtschaftswachstum in Luxemburg
Wirtschaft 2 Min. 08.06.2021

Ökonomen erwarten starkes Wirtschaftswachstum in Luxemburg

Trotz der hohen Rohstoffpreise erwartet der STATEC ein Wachstum von etwa sechs Prozent für das laufende Jahr.

Ökonomen erwarten starkes Wirtschaftswachstum in Luxemburg

Trotz der hohen Rohstoffpreise erwartet der STATEC ein Wachstum von etwa sechs Prozent für das laufende Jahr.
Foto: Christophe Gateau/dpa
Wirtschaft 2 Min. 08.06.2021

Ökonomen erwarten starkes Wirtschaftswachstum in Luxemburg

Thomas KLEIN
Thomas KLEIN
Die Konjunkturprognose des Statec geht davon aus, dass die Luxemburger Wirtschaft 2021 um sechs Prozent wächst.

Nach der Talsohle des vergangenen Jahres soll es mit der Luxemburger Wirtschaft 2021 steil nach oben gehen. Die Ökonomen der Statistikbehörde Statec gehen von einem Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr von sechs Prozent aus. Im kommenden Jahr erwarten sie dann eine Steigerung des Bruttosozialproduktes (BIP) von 3,5 Prozent. Das schreibt der Statec in seinem Konjunkturbericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde.  

Ihren Optimismus begründen die Statistiker mit der Beschleunigung des Impfprogramms in Kombination mit den nationalen und internationalen Stimulierungsmaßnahmen. Für die Eurozone rechnet der Statec mit einem Wachstum von etwa vier Prozent in diesen und dem kommenden Jahr. Die Ökonomen weisen aber auch auf die beträchtlichen Unsicherheiten hin, die es weiterhin gibt: die Entwicklung der Finanzlage nach dem starken Anstieg der Staatsverschuldung, den Anstieg bei den Rohstoffpreisen und die Frage der finanziellen Gesundheit der Unternehmen. 

Kurzfristiger Anstieg der Inflation

Der nachholende Konsum, die Staatshilfen und die verteuerten Rohstoffe hatten zuletzt für eine höhere Inflationsrate von etwa zwei Prozent gesorgt. Der Statec rechnet aber mit einem vorübergehenden Aufflammen der Teuerung. Für Luxemburg erwarten die Statistiker, dass die Inflation in diesem Jahr zwei Prozent erreichen und sich dann bis 2022 auf 1,6 Prozent verlangsamen wird, wenn der vorübergehende Auftrieb durch steigende Ölpreise endet. 


(FILES) This file photograph taken on February 15, 2008, shows a worker stands in front of an under-construction 300,000-tonne oil tanker for Danish shipping company Maersk and an under-construction offshore drilling platform at a shipyard in northeast China's city of Dalian. 
French oil giant Total said on August 21, 2017, that it would buy Maersk Oil, a unit of the Danish shipping giant A.P. Moller-Maersk, for USD 7.45 billion. The company said the deal would make Total the second-largest operator in the North Sea, with substantial operations in Britain, Norway and Denmark.
 / AFP PHOTO / TEH ENG KOON
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Die Lohnkosten sanken hingegen im Jahr 2020 in Luxemburg um durchschnittlich 0,7 Prozent.  Dieser Rückgang ist auf den großflächigen Einsatz von Kurzarbeit als Hauptinstrument zur Beschäftigung von Arbeitnehmern während der Gesundheitskrise zurückzuführen, so der Statec. Für das Jahr 2021 erwarten die Ökonomen, dass die Löhne um zwei Prozent steigen werden, im kommenden Jahr sogar um vier Prozent aufgrund der automatischen Indexierung. Die Arbeitslosenquote soll sich knapp über sechs Prozent stabilisieren.   

Die Ökonomen verbreiten ebenfalls Optimismus, was den Luxemburger Staatshaushalt angeht. So seien die Einnahmen im vergangenen Jahr nur um ein Prozent gefallen, im Vergleich mit durchschnittlich vier Prozent in der Eurozone. In diesem Jahr sollen die Staatseinnahmen laut STatec um etwas mehr als sieben Prozent wachsen. Aufgrund der hohen Ausgaben durch die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen verbuchte Luxemburg im vergangenen Jahr ein Staatsdefizit von 4,1 Prozent. Der Statec erwartet in diesem Jahr aber wieder einen annähernd ausgeglichenen Haushalt (-0,7 Prozent) und sogar ein Plus im kommenden Jahr.  

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