Wählen Sie Ihre Nachrichten​

OECD-Steuerabkommen: Luxemburg bremst
In Steuerfragen vertritt Finanzminister Pierre Gramegna eine defensivere Haltung als noch vergangenes Jahr.

OECD-Steuerabkommen: Luxemburg bremst

Foto: EU-Rat
In Steuerfragen vertritt Finanzminister Pierre Gramegna eine defensivere Haltung als noch vergangenes Jahr.
Wirtschaft 4 Min. 19.06.2017

OECD-Steuerabkommen: Luxemburg bremst

Laurent SCHMIT
16 von 39 Artikeln des neuen OECD-Steuerabkommens will die Regierung nicht oder nur teilweise umsetzen. Es geht um den Erhalt mehrerer Steuernischen für internationale Unternehmen.

Von Laurent Schmit

Bei Steuerabkommen ist es wie mit allen anderen Verträgen: Interessant wird es im Kleingedruckten – das aber (fast) niemand liest. Davon scheint auch Finanzminister Pierre Gramegna ausgegangen zu sein: „Als einer der Erstunterzeichner des multilateralen Instruments unterstreicht Luxemburg sein Engagement für Steuertransparenz“, hieß es nach der Unterzeichnung am 7. Juni.

Keine Rede war dagegen von 71 Seiten an Vorbehalten Luxemburgs ...

Sofort weiterlesen
Geben Sie einfach Ihre E-Mail Adresse ein und lesen Sie den vollständigen Artikel.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema

OECD: Steuerpolitisches Mikado
Es verliert, wer sich zu sehr bewegt: Diese Regel gilt gerade auch in der internationalen Steuerpolitik. Ein neues Abkommen verlangt eine klare Positionierung von Luxemburg. Doch weder ist der Ausgang klar, noch was auf dem Spiel steht.
Finanzminister Pierre Gramegna steht unter Druck, gegenüber der OECD nicht zu kooperativ zu sein.
Steuerreform: Nach der Reform ist vor der Reform
Die Wirtschaftswelt reagierte verhalten auf die am 29. Februar vorgestellte Steuerreform. Heute stellt Pierre Gramegna weitere Maßnahmen vor. Doch die Unternehmen fordern eine strukturelle Reform, die sie bisher vermissen.
Nach LuxLeaks hat sich die Steuerlandschaft verändert. Die Steuerreform bietet darauf bisher wenig Antworten.
#Luxleaks: Stellungnahme der Regierung: "Luxemburg hat nichts Falsches getan"
Bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz versuchte die Regierung am Donnerstagvormittag, die wachsende internationale Kritik gegen Luxemburg  zu entkräften. Die geheimen Steuerabkommen seien nicht illegal, sagte Bettel. Der Finanzausschuss wird sich am Freitag in Anwesenheit von Finanzminister Gramegna mit den Enthüllungen  befassen.
Premier und Vizepremier, Finanz- und Justizminister traten zur gemeinsamen Pressekonferenz an, nachdem die Regierung am Freitagmorgen zunächst keine Stellungnahme abgeben wollte.