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Obergrenzen für Gebühren: EU-Parlament besiegelt Aus für Roaming
Wirtschaft 06.04.2017

Obergrenzen für Gebühren: EU-Parlament besiegelt Aus für Roaming

Roaming-Gebühren gehören bald endgültig der Vergangenheit an.

Obergrenzen für Gebühren: EU-Parlament besiegelt Aus für Roaming

Roaming-Gebühren gehören bald endgültig der Vergangenheit an.
Foto: Chris Karaba
Wirtschaft 06.04.2017

Obergrenzen für Gebühren: EU-Parlament besiegelt Aus für Roaming

Im Ausland zu Inlandspreisen telefonieren? Das wird ab Juni Realität. Ab dann gehören Roaming-Gebühren der Vergangenheit an.

(dpa) - Ab Sommer sollen Reisende ohne Zusatzkosten im EU-Ausland mobil telefonieren und im Internet surfen können. Dafür billigte das EU-Parlament am Donnerstag in Straßburg offiziell einen Kompromiss mit den Mitgliedstaaten über Roaming-Großhandelspreise.

Das sind die Preise, die der heimische Betreiber dem Auslandsanbieter dafür zahlt, dass sein Kunde zeitweise dessen Netz nutzt. Dafür etabliert die EU nun Obergrenzen von 3,2 Cent pro Minute für Anrufe und 1 Cent für SMS. Für Datenvolumen sinken die Obergrenzen schrittweise von zunächst 7,70 Euro pro Gigabyte ab dem 15. Juni auf schließlich 2,50 Euro pro Gigabyte ab dem 1. Januar 2022. Diese Kostendeckel liegen nach EU-Angaben um etwa 90 Prozent unter den aktuellen Begrenzungen.

Die neuen Regeln sollen ab Mitte Juni für die 28 EU-Staaten sowie für Island, Norwegen und Liechtenstein gelten. Auch die Mitgliedsländer müssen noch offiziell zustimmen.

Der zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Andrus Ansip, sprach von einer „großartigen Errungenschaft“, die einen unmittelbaren Einfluss auf das Leben der Menschen haben werde.

Die EU-Kommission hatte im Herbst ursprüngliche Pläne aufgegeben, die Roaming-Freiheit für Verbraucher auf 90 Tage pro Jahr zu beschränken. Stattdessen sollen Anbieter einen Missbrauch wie etwa das dauerhafte Telefonieren mit billigen ausländischen Sim-Karten unterbinden können.

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