Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Norwegische Krone bricht ein: Notenbank signalisiert Eingriff

(dpa) - Die norwegische Krone steht an den Finanzmärkten unter historisch hohem Druck. Am Donnerstag brach die Währung sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch gegenüber dem Euro weiter ein. In den vergangenen beiden Tagen ist sie so stark gefallen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Für einen amerikanischen Dollar mussten am Donnerstag bis zu 12,13 Kronen gezahlt werden, für einen Euro wurden bis zu 13,17 Kronen fällig. Das sind jeweils Rekordniveaus.

Die norwegische Notenbank teilte am Donnerstag mit, sie sei bereit, gegen den Sturzflug der Krone zu intervenieren. In diesem Fall würde sie norwegische Kronen zur Stützung kaufen und Devisen verkaufen. Auf den Wechselkurs der Krone hatte die Ankündigung zunächst keine große Wirkung. Bei Stützungskäufen der eigenen Währung sind Notenbanken Grenzen in Form des eigenen Devisenbestands gesetzt.

Die norwegische Wirtschaft wird gegenwärtig durch zwei Entwicklungen in die Zange genommen. Zum einen wird das skandinavische Land wie viele andere Staaten durch die Corona-Krise erschüttert. Zum anderen ist der Ölpreis in den vergangenen Wochen eingebrochen, was das rohstoffreiche Norwegen besonders hart trifft.

Gestern

USA: Dreijähriger erschießt sich aus Versehen

(dpa) - Ein dreijähriger Junge hat sich in den USA bei seiner eigenen Geburtstagsparty aus Versehen erschossen. Familienmitglieder und Freunde hätten sich aus Anlass des Geburtstags des Kindes in dem Ort Porter in der Nähe von Houston im US-Bundesstaat Texas versammelt, teilte die zuständige Polizeibehörde am Montag mit. Als die Gäste Karten spielten, hörten sie plötzlich einen Schuss - und entdeckten den Dreijährigen mit einer Wunde in der Brust. Die Pistole sei einem Familienmitglied aus der Tasche gefallen, hieß es.

Das Kind erlag kurz nach dem Vorfall am Samstag seiner Verletzung. „Unsere Gedanken und Gebete sind angesichts dieses tragischen Unfalls bei der Familie und den Freunden“, hieß es von der Polizei.

Feuer in Kalifornien treibt Zehntausende aus ihren Häusern

(dpa) - Ein schnell um sich greifendes Feuer hat Menschen im US-Staat Kalifornien etwa 70 Kilometer südöstlich von Los Angeles aufgeschreckt. Das sogenannte Silverado-Feuer nahe Irvine im Bezirk Orange County breitete sich am Montag wegen heftiger Winde aus. Etwa 60.000 Menschen hätten vorsichtshalber ihre Häuser verlassen, teilte die Feuerwehr mit. 500 Feuerwehrleute seien in dieser Gefahrenzone im Einsatz. Sie würden die Flammen aus der Luft und mit Löschteams am Boden bekämpfen. Die Ursache für den Brand war zunächst unbekannt.

Viele Teile Kaliforniens befinden sich derzeit unter „Red Flag“-Warnung für hohe Feuergefahr, ausgelöst durch starke Winde und extreme Trockenheit. In Südkalifornien warnten die Behörden vor starken Santa-Ana-Winden, die vor allem im Herbst aus östlicher Richtung wehen.

Bereits seit Mitte August toben in dem Westküstenstaat heftige Feuer, mehr als 16000 Quadratkilometer Wald und Nutzland sind schon abgebrannt, eine Fläche mehr als viermal so groß wie Mallorca. Nach Angaben der Cal-Fire-Behörde kämpften am Montag in Kalifornien mehr als 4.000 Feuerwehrleute gegen 22 größere Waldbrände.

Kurzmeldungen Lokales 26.10.2020

Mehrere Lokale verstoßen gegen Covid-Auflagen

Im Laufe des Wochenendes haben Polizisten bei Kontrollen in sechs Lokalen Verstöße gegen die aktuellen Covid-Auflagen festgestellt. In allen Fällen wurde ein Bericht an das zuständige Gesundheitsministerium weitergeleitet. 

Etwa tranken in der Rue de Beggen in Luxemburg-Stadt mehrere Personen vor einem Lokal ohne Maske ein Getränk.  Auch bei einer Kontrolle eines Lokals am Samstagabend in Düdelingen hielten sich mehrere Personen nicht an die Sitzplatzpflicht. 

In Wiltz wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag festgestellt, dass sich ein Lokal nicht an die Schließstunde hielt. Mehrere Verstöße gegen die Covid-19-Bestimmungen wurden ebenfalls in einem Lokal in der Rue Bender im hauptstädtischen Bahnhofsviertel am Samstagnachmittag festgestellt.

Kurzmeldungen Lokales 26.10.2020

Mit 175 km/h durch den Tunnel

(m.r.) - Die Polizei hat in der Nacht zum Montag im Zuge von Geschwindigkeitskontrollen im Tunnel Gousselerbierg auf der A7  zwei Führerscheine eingezogen. 

Die Fahrer waren mit 165 km/h beziehungsweise 175 km/h durch den Tunnel gefahren, in dem eine Höchstgeschwindigkeit v0n 90 km/h gilt. Einer der Raser hatte zudem deutlich zu viel Alkohol getrunken. 

Erdogan ruft zu Boykott französischer Marken auf

(dpa) - In der Auseinandersetzung mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Landsleute zum Boykott französischer Produkte aufgerufen. „Von hier aus appelliere ich nun an mein Volk. Beachtet französische Marken bloß nicht, kauft sie nicht“, sagte Erdogan am Montag.

Unter anderem in Jordanien, Kuwait und Katar hatten nach Aussagen Macrons zu Mohammed-Karikaturen und Pressefreiheit am Sonntag Händler französische Waren aus ihren Filialen genommen. Erdogan hatte Macron zudem am Wochenende Islamfeindlichkeit vorgeworfen und Zweifel an seiner geistigen Gesundheit angemeldet. Paris rief aus Protest seinen Botschafter aus Ankara zurück.

Macron hatte nach der Enthauptung eines Lehrers in Frankreich klargestellt, dass die Meinungsfreiheit in Frankreich auch das Recht beinhaltet, den Propheten Mohammed zu karikieren. Frankreich werde nicht „auf Karikaturen und Zeichnungen verzichten, auch wenn andere sich davon zurückziehen“, sagte Macron bei einer Gedenkfeier zu Ehren des getöteten Samuel Paty. Dieser hatte Mohammed-Karikaturen im Unterricht gezeigt und war auf offener Straße getötet und danach enthauptet worden. Die islamische Tradition verbietet es, den Propheten Mohammed abzubilden.

Kurzmeldungen Lokales 26.10.2020

Fahrer beim Ausparken gerammt

(dho) - Bei einem Unfall wurden am Sonntagabend gegen 19 Uhr mehrere Fahrzeuge beschädigt. Ein Autofahrer war von Schwebsingen in Richtung Remich unterwegs, als er in Höhe des Minigolfs einem Fahrzeug, das dabei war einen Parkplatz zu verlassen, nicht mehr ausweichen konnte. 

Durch den Zusammenprall wurde einer der Wagen gegen zwei abgestellte Autos geschleudert. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten fest, dass einer der Fahrer unter Alkoholeinfluss stand. Ein provisorisches Fahrverbot wurde ausgesprochen. 

Maas nennt Erdogans Angriffe gegen Macron „neuen Tiefpunkt“

(dpa) - Bundesaußenminister Heiko Maas hat die Angriffe des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen den französischen Staatschef Emmanuel Macron als „neuen Tiefpunkt“ bezeichnet. Deutschland stehe im Kampf gegen islamistische Extremisten „solidarisch an der Seite Frankreichs“, betonte Maas am Montag in Berlin. Er äußerte auch „großes Verständnis“ für den Abzug des französischen Botschafters aus Ankara. Erdogan hatte dem französischen Präsidenten im Streit über Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed Islamfeindlichkeit vorgeworfen und Macron als Krankheitsfall bezeichnet, der sich untersuchen lassen müsse.

Hintergrund sind Aussagen Macrons vom Mittwoch. Der französische Präsident hatte die Meinungsfreiheit verteidigt und sich auf die Seite derjenigen gestellt, die Karikaturen zeigen oder veröffentlichen wollen. Frankreich werde nicht „auf Karikaturen und Zeichnungen verzichten, auch wenn andere sich davon zurückziehen“, sagte Macron bei einer Gedenkfeier zu Ehren des getöteten Lehrers Samuel Paty. Dieser hatte Mohammed-Karikaturen im Unterricht gezeigt und war auf offener Straße getötet und danach enthauptet worden. Die islamische Tradition verbietet es, den Propheten abzubilden.

Maas betonte, dass man den Kampf gegen islamistischen Terror nicht mit Rassismus und Islamophobie gleichsetzen dürfe. Wer das tue, handele unverantwortlich und spiele denen in die Hände, die die Gesellschaft spalten wollten. „Das werden wir nicht akzeptieren“, sagte der SPD-Politiker.    

Kurzmeldungen Panorama 26.10.2020

500 Meter hohes Korallenriff im Great Barrier Reef entdeckt

(dpa) - Meeresforscher haben zum ersten Mal seit 120 Jahren ein riesiges, freistehendes Korallenriff in Australiens weltberühmtem Great Barrier Reef entdeckt. Das Riff sei mehr als 500 Meter hoch - und damit höher als das Empire State Building in New York oder die Petronas Towers in Kuala Lumpur, teilte die Stiftung Schmidt Ocean Institute am Montag mit. Wissenschaftler auf dem Forschungsschiff „Falkor“, das sich auf einer zwölfmonatigen Reise zur Erforschung des Ozeans rund um Australien befinde, hätten das Riff vor einer Woche entdeckt und bei einem live ins Internet übertragenen Tauchgang am Sonntag erkundet, hieß es. Das Korallenriff sei an seiner Basis 1,5 Kilometer breit und liege an seinem obersten Punkt 40 Meter unter der Meeresoberfläche. In der Region seien zuvor seit dem späten 18. Jahrhundert sieben freistehende Korallenriffe entdeckt und vermessen worden, so die Stiftung.

„Diese unerwartete Entdeckung bestätigt, dass wir in unseren Ozeanen weiterhin unbekannte Strukturen und neue Arten finden“, sagte Wendy Schmidt, Mitbegründerin des Schmidt Ocean Institute. „Unser Wissen darüber, was sich im Ozean befindet, ist seit langem so begrenzt. Dank neuer Technologien, die als unsere Augen, Ohren und Hände in den Tiefen des Meeres wirken, haben wir die Fähigkeit zu erkunden wie nie zuvor.“

Das Great Barrier Reef ist das größte Riff der Welt und dehnt sich auf einer Fläche von mehr als 344.000 Quadratkilometern aus - damit ist es größer als Italien. Es ist vor allem durch den Klimawandel stark gefährdet: Die Vereinten Nationen haben in der Vergangenheit gewarnt, dass 90 Prozent aller Korallen auf der Welt absterben könnten, wenn die globalen Temperaturen um 1,5 Grad steigen.

Kurzmeldungen Lokales 26.10.2020

Autofahrer prallt gegen Verkehrsampel

(dho) - Am Sonntagabend gegen 21 Uhr beging eine Person Fahrerflucht, nachdem sie an der Kreuzung Route de Thionville und Dernier Sol gegen eine Verkehrsampel gefahren war. Wenig später konnte sie jedoch von der Polizei gestellt werden. Der Alkoholtest verlief positiv, ihr Führerschein wurde eingezogen. 

Chile: Große Mehrheit stimmt für neue Verfassung

(dpa) - Chile soll eine neue Verfassung bekommen. Eine entsprechende Frage beantworteten bei einem Referendum am Sonntag nach Auszählung von knapp 94 Prozent der Wahllokale rund 78 Prozent der Wähler mit „ja“.

14,8 Millionen Bürger des südamerikanischen Landes waren aufgerufen, zu entscheiden, ob die aktuell gültige Verfassung von 1980 - aus der Zeit der Militärdiktatur von General Augusto Pinochet (1973-1990) - ersetzt werden soll. Dies gehörte zu den Kernforderungen der Demonstranten, die vor rund einem Jahr wochenlang gegen die Regierung auf die Straße gegangen waren.

Der konservative Präsident Sebastián Piñera sprach nach Schließung der Wahllokale am Abend (Ortszeit) in einer Ansprache von einem Sieg für die Demokratie und die Einigkeit. „Bisher hat uns die Verfassung gespalten“, sagte der 70-Jährige. Auf der Plaza Italia in der Hauptstadt Santiago, die seit den Protesten von vielen „Plaza de la Dignidad“ (Platz der Würde) genannt wird, und auf zentralen Plätzen in anderen Stäten feierten Tausende Menschen friedlich.

Bei dem Referendum wurde auch über eine zweite Frage entschieden: ob eine verfassungsgebende Versammlung komplett aus eigens dafür im kommenden April zu wählenden Delegierten - je zur Hälfte Männer und Frauen - den neuen Text ausarbeiten soll, oder ob die Hälfte des Gremiums aus Parlamentariern bestehen soll. Rund 79 Prozent der Wähler entschieden sich für erstere Variante. Die Versammlung soll spätestens nach einem Jahr einen Entwurf vorlegen, über den dann wieder die Bürger abstimmen.

Vorgestern

Deutschland gewährt Flüchtling aus Hongkong Asyl

(dpa) - Erstmals seit Inkrafttreten des umstrittenen Sicherheitsgesetzes für Hongkong hat Deutschland einem Flüchtling aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Asyl gewährt. Das geht aus der Asylstatistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge für September hervor, die der Deutschen Presse Agentur vorliegt. Die Hongkonger Regierung hatte bereits am Mittwoch den Generalkonsul Dieter Lamlé nach ersten Berichten über einen solchen Fall zu einem Gespräch gebeten.

Nach den Zahlen des Bundesamts wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt drei Entscheidungen über Asylanträge von Bürgern der ehemaligen britischen Kolonie Hongkong getroffen. Zwei fielen negativ aus, eine wurde im September positiv entschieden. Zudem könnten sich weitere Fälle von Flüchtlingen aus Hongkong in der Statistik für chinesische Staatsbürger ohne Sonderstatus verstecken. Für ganz China inklusive Hongkong wurde zwischen Januar und September in insgesamt 61 von 416 Fällen Asyl gewährt. Bereits am Montag hatte die Hongkonger Aktivistengruppe Haven Assistance auf Facebook mitgeteilt, dass eine 22 Jahre alte Anhängerin der Protestbewegung in Deutschland politisches Asyl erhalten habe.

Nach monatelangen Massenprotesten gegen die Regierung hatte China Ende Juni das hochumstrittene Gesetz verabschiedet. Es richtet sich gegen Aktivitäten, die China als subversiv, separatistisch oder terroristisch ansieht. Seit dem 1. Juli 1997 gehört Hongkong wieder zu China, wird aber nach dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ regiert. Die Vereinbarung von damals sieht eigentlich vor, dass Hongkonger für 50 Jahre bis 2047 „ein hohes Maß an Autonomie“ und viele Freiheiten genießen. Das Sicherheitsgesetz gilt nun als der bisher weitestgehende Eingriff in diese Autonomie und gibt Chinas Staatssicherheit weitreichende Vollmachten.

Kurzmeldungen Lokales 25.10.2020

Zwei Verletzte am Samstagabend

(SC) - Am Samstagabend kam es auf Luxemburgs Straßen zu zwei Verkehrsunfällen, bei denen jeweils eine Person verletzt wurde. Gegen 22 Uhr waren auf der Route d'Arlon in Belair ein Auto und ein Motorrad in einen Unfall verwickelt. Einsatzkräfte aus der Hauptstadt und aus Bettemburg waren zur Stelle, um sich um den Verletzten zu kümmern und die Unfallstelle zu sichern. 

Gegen 22.45 Uhr kamen auf der A1 in Richtung Tier zwischen dem Tunnel Howald und dem Rondpoint Irrgarten zwei Autos nicht aneinander vorbei. Auch hier wurde eine Person verletzt. Einsatzkräfte aus Luxemburg-Stadt und Hesperingen waren zur Stelle.

Ein Kaminbrand wurde um kurz nach 21 Uhr aus der Route d'Arlon in Bour gemeldet. Hier gab es keine Verletzten zu beklagen.

Kabul: Zahl der Toten nach Selbstmordanschlag steigt auf 24

(dpa) - Nach dem IS-Selbstmordanschlag auf ein Bildungszentrum in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist die Zahl der Todesopfer auf 24 gestiegen. 57 Menschen seien verwundet worden, teilte das Innenministerium am Sonntag mit.

Bei einem Anschlag in dem westlichen Stadtteil Dascht-e Bartschi hatte ein Attentäter am Samstagabend in Kabul vor allem Schülerinnen und Schüler in den Tod gerissen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu der Attacke.